Thailands Ex-Regierungschef sucht Asyl in England
publiziert: Montag, 11. Aug 2008 / 13:46 Uhr

Bangkok - Der wegen Korruption angeklagte frühere thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra will nicht nach Thailand zurückzukehren, um sich dort vor Gericht zu verantworten. Stattdessen will er in Grossbritannien Asyl beantragen.

Thaksin Shinawatra war als Ministerpräsident Thailands im September 2006 vom Militär gestürzt worden.
Thaksin Shinawatra war als Ministerpräsident Thailands im September 2006 vom Militär gestürzt worden.
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«Meine Frau und ich werden in England bleiben, wo die Demokratie eine grössere Rolle spielt», liess er in einer handschriftlichen Erklärung über die Medien in Thailand erklären.

Thaksin und seine Frau Potjaman hielten sich am Wochenende in Peking auf, um die Olympischen Spiele zu besuchen.

Von dort flogen sie am Sonntagabend nach London statt wie angenommen nach Bangkok. Das Oberste Gericht Thailands hatte Thaksin und Potjaman die Reise nach China erlaubt - unter der Auflage, dass Thaksin sich danach den Gerichtsverfahren gegen ihn stellen werde.

160'000 Franken wegen Steuerhinterziehung

Thaksins Frau war Ende Juli wegen Steuerhinterziehung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Da es sich um ein Urteil in erster Instanz handelt, blieb sie gegen eine Kaution von fünf Millionen Baht (rund 160'000 Franken) auf freiem Fuss.

Der Milliardär Thaksin, dem seit vergangenen Sommer der Fussballclub Manchester City gehört, muss sich wegen Korruption vor Gericht verantworten. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu 13 Jahre Haft.

Er war als Ministerpräsident Thailands im September 2006 vom Militär gestürzt worden, das ihm Amtsmissbrauch und Untergrabung der Monarchie vorwarf.

(dl/sda)

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