Thailands Premier droht mit Ausnahmezustand
publiziert: Dienstag, 14. Mrz 2006 / 07:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 08:22 Uhr

Bangkok - Angesichts neuer Massenproteste gegen die thailändische Regierung hat Ministerpräsident Thaksin Shinawatra mit dem Ausnahmezustand gedroht.

Thaksin Shinawatra droht mit Soldaten.
Thaksin Shinawatra droht mit Soldaten.
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Dies für den Fall, dass die Demonstrationen in Gewalt umschlagen. Er werde eine entsprechende Verordnung unterzeichnen, sobald die Sicherheitsbehörden dies für nötig erachten sollten, erklärte der Regierungschef im Radio.

Dann könnten Soldaten durch die Strassen patrouillieren - angesichts der Geschichte Thailands, die von einer Reihe Staatsstreichen geprägt ist, ist dies ein sensibles Thema.

Am Morgen waren mehr als 100 000 Demonstranten vor den Regierungssitz in Bangkok gezogen. Sie forderten abermals den Rücktritt des umstrittenen Ministerpräsidenten. Sie würden nicht eher gehen, bis Thaksin abtrete, riefen die Menschen in Sprechchören.

Ex-General an der Spitze des Zugs

Thaksins ehemaliger politischer Mentor, Ex-General Chamlong Srimuang, versprach eine friedliche Kundgebung. «Wir werden friedlich marschieren», sagte er zur Menge. «Ihr könnt sicher sein, dass nichts passiert. Habt keine Angst.»

Allerdings wuchs in der Hauptstadt die Sorge vor Gewalt, da sich etwa 6000 Anhänger von Thaksin aus dem Norden des Landes nach Bangkok aufgemacht hatten.

Es ist die fünfte Massenkundgebung in fünf Wochen. Erstmals marschierten die Demonstranten jedoch auf das Regierungsgebäude. Sie blockierten die Zufahrtsstrasse vor dem Amtsitz. Alle Polizeikräfte der Hauptstadt sind mobilisiert.

Börsengeschäfte als Auslöser

Die Protestwelle hatte begonnen, nachdem Thaksins Familie am 23. Januar für steuerfreie 1,9 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Fr.) ihre Anteile an dem Telekommunikationsriesen Shin Corp an eine Holding der Regierung von Singapur verkauft hatte.

Privatgeschäfte und Aktienbesitz sind thailändischen Ministerpräsidenten laut Verfassung verboten. Um eine Krise abzuwenden, hatte der Regierungschef Ende Februar das Unterhaus des Parlaments aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen für den 2. April angesetzt.

(fest/sda)

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