Thailands Thaksin unter Druck
publiziert: Dienstag, 4. Apr 2006 / 14:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Apr 2006 / 16:47 Uhr

Bangkok - Die thailändische Opposition hat einen Kompromissvorschlag von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra zur Überwindung der innenpolitischen Krise zurückgewiesen.

Thaksin Shinawatra hat laut Opposition zu spät reagiert.
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Es sei «zu spät für die nationale Versöhnung», erklärte die Allianz für Demokratie (PAD). Nur wenn Thaksin bis zum Freitag seinen Rücktritt erkläre, werde die Allianz auf die angekündigten Massenproteste an diesem Tag verzichten.

Die Allianz für Demokratie steht seit zwei Monaten an der Spitze einer breiten gesellschaftlichen Protestbewegung gegen die Regierung in Bangkok. Vorgezogene Neuwahlen am Sonntag brachten kein Ende der Proteste. Grosse Teile der Bevölkerung folgten Aufrufen zum Wahlboykott.

Thaksin hatte am Montag angeboten, eine unabhängige Kommission solle damit beauftragt werden, «einen Weg aus der Blockade zu finden». Sollte das Gremium ihn zum Rücktritt auffordern, werde er sich dem beugen.

Als Kommissionsmitglieder könnten angesehene Persönlichkeiten wie frühere Parlamentspräsidenten oder Richter des Obersten Gerichtshofs berufen werden, sagte Thaksin. Seine Partei Thai Rak Thai habe bei der Wahl am Sonntag 57 Prozent der Stimmen erhalten. Die Opposition wirft ihm Korruption und Machtmissbrauch vor.

(bsk/sda)

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