100 Jahre Dada
The ABC's of DADA
publiziert: Freitag, 5. Feb 2016 / 11:27 Uhr

Es war genau vor 100 Jahren als an der Spiegelgasse 1 in Zürich die Kunstwelt auf den Kopf gestellt wurde. Mit der Gründung des Cabaret Voltaires schufen Hugo Ball und seine Freundin Emmy Hennings freien Raum für Anti-Kunst. Sie läuteten damit eine kulturelle Revolution ein, die den Kunstbegriff neu definierten.

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Was ist Kunst? Alles und nichts. Dada befreite die Kunstwelt aus dem engen Korsett, in das sie sich gezwungen hat. Der Dadaismus war darum mehr als nur eine Kunstbewegung. Dada war eine Revolution, die Dekonstruktion eines Kunstbegriffes, auf dessen Trümmer die Kunst der Moderne entstand. Nicht nur metaphorisch: Während im Rest von Europa blutige Schlachten gekämpft wurden flüchteten viele Künstler in die neutrale Schweiz und beteiligten sich an diesem pazifistischen Krieg gegen alte Zöpfe.

Am 5. Februar 1916 wurde mit dem Cabaret Voltaire in Zürich der Grundstein für eine Bewegung gelegt die sich nach Europa, ja sogar bis New York ausbreitete. Die revolutionären Verschwörer für eine neue Kunstwelt hiessen anfangs Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco, Sohpie Taeuber und Hans Arp. Der Rest ist Kunstgeschichte.

Dieser Tage würdigen zahlreiche Aktionen und Ausstellungen - unter anderem im Landesmuseum - das 100-jährige Bestehen von Dada.

(jz/news.ch)

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Marcel Duchamp, « Fountain », 1917 / Replikat 1964, Keramik. Vera and Arturo Schwarz Collection of Dada and Surrealist Art in the Israel Museum.
Zürich: von «Dada» zu «Gaga»
Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu «Gaga» geworden ist. Die Leute der Dada Bewegung waren vor hundert Jahren gegen den Krieg, sie verulkten die dekadente Kultur, die den Ersten Weltkrieg möglich machte. Damals krepierten Millionen Menschen auf den Schlachtfeldern. Und: Die Herren der Rüstungsindustrie belieferten damals wie heute meist beide Kriegsparteien mit Waffen.

Wo bleibt heute die Kritik der «Dada»-Fasnacht in Zürich an der Nationalbank, an den Banken und der Pensionskassen die sich an Unternehmen beteiligen die Kriegsmaterial produzieren, an Firmen die sogar an der Herstellung von Atombomben und Anti-Personenminen beteiligt sind? (1) Unser Land belieferte die Nato Staaten, die nach den noch immer nicht aufgeklärten Terrorakten vom 11. September 2001 (2), (3) Afghanistan, den Irak, Libyen und jetzt Syrien (mit den Russen), zusammenbomben und die Menschen in Richtung Europa flüchten lassen, woher die Bomben kommen.

Im Zürcher Rathaus wird vielleicht beschlossen dem Cabaret Voltaire wieder einige Fränkli zu geben, damit der Laden nicht geschlossen werden muss. Aber Kritik im Rathaus an der Zürcher Rüstungsfinanzierung und an der Zürcher Kriegsmaterialproduktion ist Tabu. Dies sei das Bier Berns, heisst es. Zürich kassiert nur. Die Profite und die Aktienkurse der Rüstungsindustrie steigen, dank den „schönen“ Kriegen, dank der Aufrüstung hüben wie drüben, dank den neuen Konflikten des Westens mit Russland.

(1) Allein die Schweizer Bank UBS investiert 3,7 Milliarden Dollar und die Crédit Suisse 1,4 Milliarden in Firmen die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. http://www.dontbankonthebomb.com/wp-content/uploads/2014/11/Switzerlan...$
(2) Hier der Link zu dem italienischen Film in dem auch der Nobelpreisträger Dario Fo Stellung nimmt. Film in englischer Sprache
«ZERO An Investigation Into 9/11 (FULL documentary) » produziert mit dem italienischen Nobelpreisträger Dario Fo. In diesem Film wird die ganze Osama Bin Laden 9/11 Verschwörungstheorie der US-Regierung demontiert:
https://www.youtube.com/watch?v=8XRMrMdn0NQ
wie im bekannten Film Loose Change auch: http://www.loosechange911.com/
(3) Laut der offiziellen Statistik des Bundes exportierte die Schweiz von 1975 - 2014 für 16,666 Milliarden Franken Kriegsmaterial. Verkauft wurden diese Rüstungsgüter zu einem grossen Teil an kriegführende Staaten, in Spannungsgebiete, an menschenrechtsverletzende Regimes und an arme Länder in der Dritten Welt in denen Menschen hungern. In den 16,666 Milliarden Franken sind die besonderen militärischen Güter nicht eingerechnet, die ebenfalls exportiert wurden aber nicht in der offiziellen Statistik erscheinen. Auch die Finanzierung von Waffengeschäften durch Schweizer Banken erscheinen in diesen Zahlen nicht. Schweizer Geldinstitute investierten in den letzten Jahren auch in Firmen die an der Atomwaffenproduktion beteiligt sind und an der Herstellung von Clusterbomben.
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