Theologen akzeptieren Papst-Klarstellung
publiziert: Sonntag, 15. Okt 2006 / 22:04 Uhr

Rom - Eine Gruppe von 38 muslimischen Theologen und Grossmuftis hat die Klarstellung von Benedikt XVI. zu seiner umstrittenen «Regensburger Rede» akzeptiert.

Die Erklärung Benedikts werde ausdrücklich akzeptiert.
Die Erklärung Benedikts werde ausdrücklich akzeptiert.
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Ein entsprechender offener Brief der islamischen Geistlichen sollte dem Vatikan übermittelt werden. Das Schreiben wurde bereits am Samstag auf der Internetseite des Magazins «Islamica» veröffentlicht.

In dem Brief ist aber auch von «Irrtümern» des Papstes in seinem Verständnis des Korans die Rede. Das Schreiben wurde unter anderem von den Grossmuftis von Ägypten, Russland, Bosnien, Kroatien und der Türkei unterzeichnet.

Die Unterzeichner akzeptieren ausdrücklich die Erklärung Benedikts, dass das umstrittene Zitat in seiner Rede nicht seine eigene Meinung wiedergebe.

Kritisches Zitat

Der Papst hatte am 12. September in Regensburg den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1391-1425) mit den Worten zitiert, der Prophet Mohammed habe nur «Schlechtes und Inhumanes» gebracht, weil er den Glauben mit dem Schwert habe verbreiten lassen wollen.

Nach Protesten in der islamischen Welt hatte Benedikt XVI. mehrmals bedauert, dass seine Äusserungen missverstanden worden seien.

Korrigierte Rede im Internet

Angesichts des islamischen Terrors hatte der Papst seine Ablehnung einer Glaubensverbreitung durch Gewalt in den Mittelpunkt der Rede gestellt. Das Zitat spiegele nicht sein persönliches Denken wider, betonte Joseph Ratzinger.

In der vergangenen Woche stellte der Vatikan eine leicht korrigierte Version der Papst-Rede ins Internet. Dabei setzte sich der Papst noch stärker als bisher von dem mittelalterlichen Zitat ab.

(bert/sda)

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