Thomas Borer schiesst gegen den Bundesrat
publiziert: Montag, 8. Jul 2002 / 21:03 Uhr

Potsdam - Thomas Borer, der über eine angebliche Sexaffäre gestrauchelte Ex-Botschafter in Deutschland, erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem Bundesrat. Borer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, «einige wichtige Schweizer» hätten nicht ihm, sondern zweifelhaften Zeugen und Beweisen geglaubt.

Thomas Borer.
Thomas Borer.
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«Daraufhin wurden Massnahmen getroffen, die der Schweiz und meiner Familie grossen Schaden zugefügt haben», sagte Borer im Gespräch mit der dpa. Im Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen würden seine Anwälte zudem weitere juristische Schritte prüfen.

Der Ex-Botschafter sagte, er sehe seine Abberufung im Zusammenhang mit «den privaten Vorwürfen». «Was soll sonst der Grund gewesen sein?», fragte er.
Borer sei wegen mangelnder Loyalität zu seinem Vorgesetzten abberufen worden, wiederholte Ruedi Christen, Informationschef des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), auf Anfrage die Gründe der Abberufung.

Der Bundesrat sei Anfang April zum Schluss gekommen, dass Botschafter Borer nicht mehr «wirkungsvoll und würdig, mit der nötigen Gelasseneheit und vor allem Glaubwürkdigkeit» seine Mission erfüllen könne. Der Entscheid des Bundesrates habe nichts mit dem Privatleben von Thomas Borer zu tun gehabt.

Nach dem Dementi der Berliner Visagistin Djamile Rowe zu einer angeblichen Sex-Affäre mit ihm, sieht sich Borer voll entlastet. «Ich bin sehr erleichtert», sagte der 44-Jährige. «Ich habe von Anfang an gesagt, dass diese Geschichte fingiert ist.»

In einer am Wochenende veröffentlichten eidesstattlichen Erklärung hatte Rowe frühere eidesstattliche Aussagen widerrufen, wonach sie eine Sex-Affäre mit dem Botschafter gehabt hatte. Borer hat die angebliche Affäre stets bestritten.

(ba/sda)

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