Tiefere Roaming-Tarife in Griffnähe
publiziert: Freitag, 1. Jun 2007 / 16:52 Uhr

Oslo/Brüssel - Marc Furrer ist optimistisch, dass die neuen EU-Obergrenzen für Handy-Auslandtelefonate auch in der Schweiz gelten werden. Der Präsident der Eidg. Kommunikationskommission traf die anderen europäischen Telekomregulatoren in Oslo.

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Sowohl die EU-Kommission wie auch die Regulierungsbehörden der EU-Staaten wollen sich dafür einsetzen, dass bei der Aushandlung von Verträgen Schweizer Telekom-Unternehmen gleich wie EU-Unternehmen behandelt werden, wie ComCom-Präsident Furrer nach dem Treffen gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Es sei auf die Situation des Transitlandes Schweiz verwiesen worden, ergänzte er. Der EU-Kommission sei klar, dass die Schweiz anders behandelt werden müsse als etwa Indien oder Israel.

«Wir wollen pragmatisch und schnell vorgehen», sagte Furrer weiter. Erst wenn mit diesem Druck nichts erreicht werden sollte, will Furrer «anderes ins Auge fassen». Als Zeitpunkt für eine Bilanz nannte er Ende dieses Jahres.

Die EU wird kommende Woche formell die Einführung von Roaming-Obergrenzen für Handy-Telefonate im EU-Ausland beschliessen. Rechtlich sind die Regeln in der Schweiz nicht verbindlich, die Durchleitungsgebühren werden jeweils von den Unternehmen untereinander ausgehandelt. Der Schweizer Preisüberwacher Rudolf Strahm forderte daher, dass der Bundesrat ein bilaterales Abkommen mit der EU prüft.

(smw/sda)

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