Tiere am 1. August nicht alleine lassen
publiziert: Dienstag, 30. Jul 2013 / 10:18 Uhr
Die Knallerei ist ein Horror für Katzen.
Die Knallerei ist ein Horror für Katzen.

Zürich - Feuerwerk und Knallerei am 1. August ist zwar faszinierend für viele Menschen, Tiere haben jedoch in der Regel grosse Angst oder sogar richtige Panik davor. VIER PFOTEN legt allen Tierbesitzern daher ans Herz: Lassen Sie Ihr Tier in dieser Nacht nicht alleine.

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«Fahren Sie mit Ihrem Hund nach Möglichkeit aus der Stadt hinaus, wo es erfahrungsgemäss ruhiger ist», empfiehlt Corinne Abplanalp, Kampagnenleiterin bei «Vier Pfoten». Freigänger-Katzen sollten an diesem Tag keinesfalls nach draussen gelassen werden. Zu gross ist die Gefahr, dass sie - aufgeschreckt von dem Lärm - in Panik weit weg laufen.

Wo auch immer man gemeinsam mit seinem Tier den 1. August verbringt: Am besten ist es, den Raum abzudunkeln und den Radio oder den Fernseher einzuschalten, um sich, so gut es geht, von aussen abzuschirmen.

Ängstliche Hunde nicht trösten

«Den Tieren sollten Rückzugsmöglichkeiten geboten werden», erklärt Corinne Abplanalp. Hunde versuchen oft, bei ihrem Besitzer Schutz zu suchen, manche Hunde verkriechen sich aber auch beispielsweise unter einem Tisch. Auch viele Katzen möchten sich im letzten Winkel verstecken. «Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden. Sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt. Am besten bleibt der Hundehalter ruhig und gelassen und ignoriert das furchtsame Verhalten seines Tieres weitestgehend. Damit strahlt er die nötige Gelassenheit aus», empfiehlt Abplanalp.

Ein guter Tipp ist es, besondere Leckerlis für diesen Tag bzw. die Nacht bereitzuhalten, um dem Hund zu vermitteln, dass der Lärm eigentlich etwas Angenehmes und Positives bringt. Es kann natürlich durchaus sein, dass der Hund an Essen nicht interessiert ist, wenn er zu viel Angst hat. Bei Hunden, die noch nicht viele Feuerwerk-Nächte erlebt haben, können gute Leckerlis aber Angst und Panik verhindern bzw. lindern.

«Vier Pfoten» empfiehlt, Hunde schon lange vor dem Nationalfeiertag auf die Geräuschkulisse vorzubereiten. Im Handel sind Desensibilisierungs-CDs erhältlich, mit deren Hilfe die Panik am 1. August abgemildert werden kann - vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet. Beruhigungsmittel sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt und in jedem Fall alternativen Methoden (Homöopathie, Bachblüten, etc.) den Vorzug gegeben werden.

«Sinnvoll ist es auch, schon einige Tage davor den Hund beim Gassigehen nicht von der Leine zu lassen. Denn manche Tiere laufen in Panik weg, wenn sie Böller hören, und sind dann zu verstört, um wieder nach Hause zu finden», sagt Corinne Abplanalp. «Was das Gassigehen am 1. August betrifft, so sollte man die letzte Runde früh genug erledigen, damit man nicht in der lautesten Zeit rund um Mitternacht mit dem Hund hinaus muss.»

«In jedem Fall gilt: Wer nicht nur seinen eigenen Tieren sondern auch Wildtieren eine möglichst stressfreie Nacht ermöglichen möchte, verzichtet selbst auf Feuerwerk und Raketen», so Corinne Abplanalp abschliessend.

(li/Vier Pfoten)

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