Tierhandel im Internet ist vielfach unseriös und betrügerisch
publiziert: Mittwoch, 20. Jun 2012 / 11:45 Uhr
Lediglich 11 Prozent der Hunde-Inserate konnten vom STS als seriös eingestuft werden.
Lediglich 11 Prozent der Hunde-Inserate konnten vom STS als seriös eingestuft werden.

Bern - Zehntausende Verkaufsangebote für lebende Tiere, darunter viele unseriöse und betrügerische Angebote, finden sich auf Schweizer Gratisinserate-Plattformen im Internet. Der Schweizer Tierschutz (STS) spricht von einem eigentlichen «Tier-Inserate-Wildwuchs».

Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
1 Meldung im Zusammenhang
Der STS hat im Mai Inserate in den Kategorien Hunde, Katzen, Wildtiere und Heimtierzubehör auf insgesamt 19 Online-Plattformen analysiert und dokumentiert. Besonders problematisch zeigte sich gemäss einer Medienmitteilung vom Mittwoch die Situation bei den Hunde-Inseraten.

So waren von 1377 untersuchten Angeboten 37 Prozent unseriös und 49 Prozent fragwürdig. Bei 3 Prozent handelte es sich klar um Betrugsversuche. Lediglich 11 Prozent der Hunde-Inserate konnten vom STS als seriös eingestuft werden.

Vorrallem Angebote für «Trendtiere» unseriös

Auffallend viele unseriöse Angebote fanden sich bei Inseraten für «Mode-Tiere» (z.B. Mops, Chihuahua, Bengalkatze) sowie bei Verkaufsangeboten für Vögel (Papageien). Auch werden kupierte Hunde (in der Schweiz illegal), verbotene Erziehungshilfsmittel ebenso wie extrem kleine Vogel- und Nagerkäfige angeboten, in denen hierzulande legal gar keine Tiere gehalten werden dürfen.

Die Plattform-Anbieter unternähmen viel zu wenig, um problematischen Inseraten einen Riegel zu schieben, bedauert der Schweizer Tierschutz. Jeder, der über eine E-Mail-Adresse verfüge, könne ein Inserat aufschalten, ohne dass seine persönlichen Daten verifiziert würden.

Inserate-Dschungel

Skrupellose, oft ausländische Tierhändler verkauften Hunde und Katzen aus verantwortungsloser Massenproduktion oder Wildfänge bedrohter Arten mit gefälschten Papieren in die Schweiz.

Die Leidtragenden seien die Tiere, aber auch ahnungslose Käufer, die sich im «unübersichtlichen, von betrügerischen, illegalen und unseriösen Angeboten durchseuchten Inserate-Dschungel» zurechtfinden müssen.

Der Schweizer Tierschutz will in direktem Kontakt mit den Betreibern eine einvernehmliche Lösung finden. Sollte dies scheitern will der STS auf eine gesetzliche Beschränkung des Online-Tierhandels drängen.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bangkok - Mehr als 22'000 Menschenaffen sind nach einer neuen Schätzung seit 2005 von Wilderern aus Wäldern in Afrika und ... mehr lesen
Mit Menschenaffen, wie Schimpansen, ist jeglicher Handel verboten.
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
H10N7 ist einer von vielen Typen des Influenza-Virus, das Vögel, Säugetiere und Menschen befallen und teils auch zwischen Arten wechseln kann.
H10N7 ist einer von vielen Typen des ...
Seehunde-Sterben  Tönning - Für den Tod mehrerer hundert Seehunde an der Nordseeküste ist offenbar ein Vogelgrippe-Erreger verantwortlich. Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover identifizierten die Viren nach Untersuchungen von Kadavern als Influenza-Virus Typ H10N7. 
Schweiz beim Thema Pelz in Vorreiterrolle Zwar hat die Schweiz im Thema Pelzdeklaration die Nase weit vorne, jedoch müssen trotzdem noch einige ...
Geben Sie Kimi Ihre Stimme.
Gerettete Hunde  Nichts wärmt das Herz so sehr wie die Rettung von Hunden. Aktuell geht es um die Rettung zweier süsser Pudel-Mischlinge, welche ohne ...  
Die Zigarrenbanderole die es auf den Kaffeerahm schaffte: Logische Konsequenz einer privatisierten Politik und Geschichte.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Das Beispiel Ikea (und Amazon, Google, Apple usw...) zeigt, wie man aus einem steuertechnischen Blauwal eine Spitzmaus machen kann. (Symbolbild)
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Parteichef Xi Jinping (mit First Lady Peng Liyuan): Dürfte gestärkt aus der Partei-Konklave hervor gehen.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Claudia Bandion-Ortner (mit dem damaligen Vizekanzler Michael Spindelegger) an Eröffnung des «Zentrums für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog» in Wien: Enthauptungen «nicht an jedem Freitag!»
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
Seite3.ch
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten