Timoschenko verweigert Teilnahme an Prozess
Timoschenko aus gesundheitlichen Gründen nicht an zweitem Prozess
publiziert: Montag, 25. Jun 2012 / 10:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jun 2012 / 11:41 Uhr
Timoschenko drohen zwölf Jahre Haft.
Timoschenko drohen zwölf Jahre Haft.

Kiew - Zum Auftakt eines zweiten Prozesses gegen die erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung der Angeklagten durch einen Amtsarzt gefordert. Timoschenko blieb dem Prozessbeginn vom Montag aus Gesundheitsgründen fern.

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Eine amtliche Untersuchung solle klären, an welcher Krankheit die Oppositionsführerin leide und ob sie an dem umstrittenen Verfahren wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung teilnehmen könne. Das sagte Staatsanwalt Viktor Lobatsch am Montag Medien zufolge im Gerichtssaal in der Stadt Charkow.

Unter Berufung auf ein Gutachten des deutschen Neurologen Karl Max Einhäupl von der Berliner Charité-Klinik weigerte sich die 51-jährige Timoschenko, an dem Prozess teilzunehmen.

Ihr Verteidiger Sergej Wlassenko forderte, den Prozess zu verschieben, bis es seiner Mandantin wieder besser gehe. Timoschenko hat ein Bandscheibenleiden und kann sich kaum bewegen.

Es drohen zwölf weitere Jahre Haft

Der Anführerin der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 drohen zwölf weitere Jahre Haft, weil sie in ihrer Zeit als Chefin eines Energiekonzerns in den 1990er Jahren 681'000 Griwna Steuern (heute rund 81'000 Franken) nicht gezahlt haben soll. Zudem habe sie dem Staat einen Schaden von 30 Millionen Griwna zugefügt.

Timoschenko war im Oktober 2011 in einem international kritisierten Verfahren wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Straflager verurteilt worden. Der Fall überschattet auch die Fussball-Europameisterschaft in der Ukraine.

Als Vertreter des EU-Parlaments beobachteten der polnische Ex-Staatschef Aleksander Kwasniewski und der irische frühere EU-Parlamentspräsident Pat Cox den Prozess.

(knob/sda)

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