Tochter des Inzest-Täters lebt wieder bei Familie
publiziert: Mittwoch, 11. Jun 2008 / 13:01 Uhr

Wien - Die 19-jährige Tochter des Inzest-Täters von Amstetten lebt wieder bei ihrer Familie. Die Frau schwebte wochenlang in Lebensgefahr und war am Anfang Juni aus dem künstlichen Koma erwacht.

Die junge Frau lebt wieder in Amstetten. (Archivbild)
Die junge Frau lebt wieder in Amstetten. (Archivbild)
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Die junge Frau habe so grosse Fortschritte gemacht, dass sie am Sonntag von der Intensivstation zu ihrer im Landesklinikum Amstetten lebenden Familie gebracht werden konnte, sagte der behandelnde Arzt.

Es sei für ihn ein ganz besonderer Augenblick gewesen, als er mit ihr die Schwelle zur neuen Wohnung überschreiten konnte: «Die Schwelle in ein neues Leben.»

Die Patientin hatte nach Angaben der Ärzte Mitte Mai zum ersten Mal die Augen geöffnet und erwachte am 1. Juni aus dem künstlichen Koma. Die Mutter habe in den vergangenen Wochen häufig bei ihr am Bett gesessen und sie motiviert, bei ihrer Heilung mitzuhelfen.

«Es ist für alle ein Wunder»

Die junge Frau brauche noch weitere Behandlungen, könne aber bereits normal am Familienleben teilnehmen. «Es ist für alle ein Wunder, das Kerstin so schnell im Kreise ihrer Familie sein konnte», sagte der Rechtsanwalt der Familie, Christoph Herbst.

Die junge Frau ist eines von sieben Kindern, die der 73-jährige Täter mit seiner Tochter zeugte. Er hielt die 42-Jährige 24 Jahre lang in einem Kellerverlies in seinem Wohnhaus in Amstetten gefangen und vergewaltigte sie immer wieder.

Auch die 19-Jährige wuchs in dem Kellerverlies auf. Als sie Mitte April in die Klinik von Amstetten kam, wurden die Behörden auf das Inzest-Drama aufmerksam. Mehrere lebenswichtige Organe hatten versagt.

(rr/sda)

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