Mutter als Zuhälterin der eigenen Tochter vor Obergericht
Tochter zur Prostitution gezwungen
publiziert: Montag, 11. Jul 2011 / 16:26 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Jul 2011 / 17:05 Uhr
Die Tochter zeigte ihre Mutter erst acht Jahre später an.
Die Tochter zeigte ihre Mutter erst acht Jahre später an.

Zürich - Ihre eigene 17-jährige Tochter hat eine Frau in Winterthur jahrelang in die Prostitution gezwungen. Von der Gesamtstrafe von 3 Jahren muss sie 18 Monate absitzen, ebensoviel wird bedingt erlassen, wie das Zürcher Obergericht am Montag entschieden hat.

Die dreijährige Gesamtstrafe hatte das Bezirksgericht Winterthur im vergangenen Jahr festgelegt. Vor dem Obergericht ging es nun einzig noch darum, wieviel von den 36 Monaten die Frau abzusitzen hat und wieviel bedingt ausgesprochen wird.

Das Bezirksgericht hatte den zu vollziehenden Anteil auf 15 Monate festgelegt. Die Staatsanwaltschaft verlangte eine Erhöhung auf 18 Monate, die Verteidigung plädierte auf 12 Monate.

Das Obergericht folgte vollumfänglich dem Antrag des Staatsanwalts. Von den 18 Monaten, welche die Frau absitzen muss, werden 70 Tage Untersuchungshaft abgezogen. Die Probezeit für den bedingten Strafteil setzte das Gericht auf zwei Jahre fest.

Für Sex-Dienste angeboten

Die Winterthurerin hatte ihre damals 17-jährige Tochter unter anderem in Zeitungsinseraten zu Sex-Diensten angeboten. Manchmal musste das Mädchen die Freier zusammen mit der Mutter bedienen. Jahrelang hatte die heute 26-jährige Tochter keine Chance, sich zu weigern. Den Verdienst musste sie zum Teil der Mutter abgeben.

Die junge Frau stand laut Anklage unter grossem Druck der Mutter und deren Ehemann. Sie wurde geschlagen und massiv beleidigt. Zudem drohten die beiden ihr an, sie auf die Strasse zu stellen oder in eine psychiatrische Klinik zu bringen, sollte sie nicht parieren. Im Februar 2010 zeigte die Tochter die Mutter an.

Die geständige Angeklagte beteuerte am Montag vor dem Gericht ihre Reue. Sie habe der Tochter die Prostitution als möglichen Beruf vorgeschlagen, nachdem die 17-Jährige ihre Lehre abgebrochen habe. Heute sei sie sich bewusst, dass dies ein grosser Fehler gewesen sei. Mittlerweile sei sie selbst aus der Prostitution ausgestiegen, sagte die 48-Jährige.

 

(fest/sda)

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