Todes-Fels weggeräumt
publiziert: Freitag, 2. Jun 2006 / 12:43 Uhr

Chur - Rund 52 Stunden nach dem tödlich verlaufenen Felssturz ist um 11 Uhr im Kanton Uri die Autobahn A2 wieder für den Verkehr freigegeben worden. Das Bergsturzgebiet bei Gurtnellen wird weiterhin beobachtet. Der San Bernardino ist zweispurig befahrbar.

Am Mittwochmorgen hatte bei Gurtnellen ein Felssturz Autobahn und Kantonsstrasse verschüttet.
Am Mittwochmorgen hatte bei Gurtnellen ein Felssturz Autobahn und Kantonsstrasse verschüttet.
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Nach Angaben des Polizeikommandos Uri ist der beschädigte Strassenabschnitt geräumt. Der Verkehr kann die Stelle in Richtung Nord indes nur einspurig passieren, in Richtung Süd dagegen doppelspurig. Die beiden Rastplätze bleiben geschlossen.

Die Abbruchstelle wird von der Gegenseite weiterhin beobachtet. Die Polizei sei vor Ort, um den Verkehr wenn nötig sofort zu stoppen, sagte Karl Egli, Sprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage.

Normales Verkehrsmanagement

Die Polizei wird auch dafür sorgen, dass der Verkehr flüssig durch das Bergsturzgebiet fährt und niemand aus Neugierde anhält. Falls nötig, werden die Autos weiter nördlich bei Amsteg angehalten. Dies entspricht dem normalen Verkehrsmanagement, weil Staus auf der steilen Rampe vermieden werden sollen.

Am Mittwochmorgen hatte bei Gurtnellen ein Felssturz Autobahn und Kantonsstrasse verschüttet. Ein deutsches Ehepaar, das im Auto auf der A2 unterwegs war, wurde getötet. Die Geologen gehen davon aus, dass vorerst keine weiteren grösseren Abbrüche zu erwarten sind.

San Berdadino zweispurig

Der 6,6 Kilometer lange San Bernardino-Tunnel ist wieder zweispurig befahrbar. Das Bündner Tiefbauamt gab die zweite Fahrbahn wegen des Felssturzes auf die A2 am Gotthard ein paar Stunden früher frei als üblich.

Normalerweise wird die zweite Tunnelspur während der Sanierungsarbeiten am Mittag geöffnet. Wegen des Pfingstverkehrs und der Situation am Gotthard habe man alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Baustelle im Tunnel so rasch als möglich zu räumen, sagte Peter Stirnimann, Mediensprecher beim Tiefbauamt, auf Anfrage.

Zweispurig befahrbar bleibt der Tunnel bis Dienstag. Auch am Freitagmorgen musste mit Wartezeiten auf der östlichen Transitachse gerechnet werden. Zeitweise bildeten sich Rückstaus, wie es bei der Bündner Kantonspolizei auf Anfrage hiess.

Für den Transit-Schwerverkehr galt am San Bernardino weiterhin die Phase rot. Der Binnenverkehr konnte zirkulieren. Am Zoll in Chiasso wurden wegen des Nationalfeiertags in Italien keine Lastwagen abgefertigt.

(bsk/sda)

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