Todesfall im Asylzentrum in Oberbüren geklärt
publiziert: Donnerstag, 3. Apr 2003 / 22:39 Uhr

St. Gallen - Eine Lungenentzündung sei die Ursache des Todes eines 22-jährigen Asylbewerbers aus Nigeria am 12. Februar 2003 im Asylzentrum in Niederbüren gewesen, teilte die St. Galler Regierung am Donnerstag mit. Mit SARS hat der Fall nichts zu tun.

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Zuerst war von einer Überdosis Drogen die Rede. Die Untersuchungen in diesem rätselhaften Fall sind noch nicht abgeschlossen, wie es in der Mitteilung der St. Galler Regierung heisst. Dennoch nimmt sie Stellung und weist alle Vorwürfe, wonach die Betreuung des Verstorbenen unzureichend gewesen seien, zurück.

Geradezu verwerflich sei die Unterstellung, dass die verantwortlichen Personen aus rassistisch motivierten Beweggründen fahrlässig gehandelt hätten, schrieb die Kantonsregierung weiter.

Auf den Fall aufmerksam gemacht hatte die Menschenrechtsgruppe augenauf. In der Februarsession des Kantonsrats wurde dann ein parlamentarischer Vorstoss eingereicht mit Fragen zur Klärung des rätselhaften Todes des 22-jährigen Asylbewerbers aus Nigeria.

Wenige Tage vor dem Tod des jungen Manns wurde bei ihm von einem Arzt eine Windpocken-Erkrankung diagnostiziert. Die Verfassung des Asylbewerbers verschlechterte sich plötzlich. In der Nacht auf den 12. Februar riefen schlecht Deutsch sprechende Bewohner des Heims über die Notrufnummer 144 Hilfe herbei.

Polizei und Ambulanz seien wenige Minuten später im Thurhof eingetroffen, hiess es im Februar von der Polizei. Der junge Mann habe aber nicht mehr reanimiert werden können.

Noch am gleichen Tag, als der Fall publik wurde, informierte die Polizei, als Todesursache sei eine Überdosis Drogen festgestellt worden. Mit den weiteren Abklärungen stellte sich jedoch eine andere Todesursache heraus, wie es heisst. Der Mann sei an einer Lungenentzündung, die nichts mit SARS zu tun habe, gestorben.

(fest/sda)

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