Schluss mit Hinrichtungen
Todesstrafe in Nebraska definitiv abgeschafft
publiziert: Donnerstag, 28. Mai 2015 / 00:24 Uhr
In Nebraska gibt es keine Todesstrafe mehr. (Symbolbild)
In Nebraska gibt es keine Todesstrafe mehr. (Symbolbild)

Washington - Nebraska hat definitiv die Todesstrafe abgeschafft. Das Parlament hob am Mittwoch mit 30 zu 19 Stimmen ein Veto des republikanischen Gouverneurs Pete Ricketts auf. Nebraska wird damit der 19. US-Bundesstaat, in dem keine Menschen mehr hingerichtet werden.

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Am 17. und 20. Mai hatte das Parlament schon zwei Mal das Ende der Todesstrafe beschlossen. Ricketts hatte dies als «falsche Botschaft an die Einwohner Nebraskas» kritisiert und sein Veto eingelegt. Um dieses wieder zu kippen, waren mindestens 30 Stimmen erforderlich.

Das Verbot der Todesstrafe soll nun auch rückwirkend gelten: Noch nicht vollstreckte Todesstrafen sollen in lebenslange Haft umgewandelt werden. In den Todeszellen des Bundesstaates im Mittleren Westen sitzen derzeit elf Verurteilte.

Insgesamt 29 Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington und die Bundesbehörden wenden die Todesstrafe nicht an, selbst wenn sie laut Gesetz noch möglich ist. Vergangenes Jahr wurden 80 Prozent der Hinrichtungen in den USA in den drei Bundesstaaten Texas, Missouri und Florida vollstreckt.

(bg/sda)

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Tötungen mit US-Drohnen bleiben, auch wenn Nebraska die Todesstrafe abschafft
Mit der Beerdigung der Todesstrafe ist Nebraska der 19. von 50 Bundesstaaten der USA, der Menschen nicht mehr zum Tode verurteilt. Anders sieht es bei den aussergerichtlichen Hinrichtungen der Vereinigten Staaten mit Drohnen aus. Diese haben unter Barack Obama sehr stark zugenommen.

Bei den Hexenprozessen in Zürich und in Glarus wurden seinerzeit immerhin Gerichtsverfahren organisiert, mit Protokollen die auch heute noch einsehbar sind. Anders sieht es bei den aussergerichtlichen Hinrichtungen mit Drohnen der USA aus. Dort wird hingerichtet ohne Prozess. Ein Verdacht genügt. Auch des Terrorismus verdächtige US-Bürger wurden schon mit ferngelenkten Drohnen im Ausland aus dem Weg geschafft. – Im Krieg gegen den Terror scheint alles erlaubt zu sein. - Viele Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder in Afghanistan, Pakistan, dem Jemen und in Somalia, die sich zufälliger auch im Zielgebiet der Drohnenangriffe aufgehalten hatten, wurden ebenfalls bei diesen Attacken getötet. Derzeit gibt es rund 1‘000 Drohnen-Piloten in der U.S. Air Force, die dort unter der Bezeichnung "18X" (s. http://usmilitary.about.com/od/enlistedjobs/a/18x.htm ) geführt werden. Das sind moderne Henker. http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Drohnen1/luftpost.html

Viele dieser Drohnenpiloten, eigentliche Henker, quittieren den Dienst oder desertieren, weil sie den Stress der ferngesteuerten Hinrichtungen nicht aushalten, in zwölf Monaten haben etwa 240 ausgebildete Drohnen-Piloten den Dienst verlassen. Die Drohnenoperationen werden auch von Deutschland aus geführt, mit dem stillen Einverständnis der deutschen christlichen und sozialdemokratischen Regierungskoalition, obwohl die Bundesrepublik die Todesstrafe längst abgeschafft hat.

Auch in Frankreich, in der Wiege der Menschenrechte, werden aussergerichtliche Tötungen vom Staat angeordnet, wie der Journalist Journalist Vincent Nouzille kürzlich in einem Buch dokumentierte. «Les tueurs de la République, Assassinats et opérations spéciales des services secrets». (Die Mörder der Republik. Tötungen und Spezialoperationen der Geheimdienste). Das Buch hat mit den Terrorattacken auf „Charlie Hebdo“ nichts zu tun, aber mit den „Diensten“ des Staates Frankreichs die im Dunkeln operieren; Nouzille dokumentiert in seinem Buch, dass gerade unter dem „Sozialisten“ François Hollande die geheimen Tötungen stark zugenommen haben.

Siehe auch: http://le-blog-sam-la-touch.over-blog.com/2015/02/les-tueurs-de-la-rep...
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