Todesursache von Ötzi bewiesen
publiziert: Mittwoch, 6. Jun 2007 / 11:52 Uhr

Zürich - Mit modernster Röntgentechnik hat ein italienisch- schweizerisches Forscherteam die Todesursache der Gletschermumie «Ötzi» beweisen können. Vor 5300 Jahren sei der Mann wegen einer Verletzung einer grossen schulternahen Arterie gestorben.

Der Mann aus dem Eis sei innert kurzer Zeit an seiner Verletzung gestorben.
Der Mann aus dem Eis sei innert kurzer Zeit an seiner Verletzung gestorben.
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Mittels Multislice-Computertomografie hätten die Wissenschaftler aus Zürich und Bozen (I) die Todesursache ermittelt, heisst es in einer Mitteilung der Universität Zürich. Es sei eindeutig, dass der Mann an seiner Verletzung innert kurzer Zeit gestorben sei.

Der Mann aus dem Eis ist eine einmalig gut erhaltene spätneolithische Gletschermumie, die 1991 im Südtirol auf 3210 Meter über Meer gefunden wurde.

Die Analyse mit einem Computertomografen zeigt gemäss Mitteilung eine Verletzung der rückseitigen Wand der linken Unterschlüsselbeinarterie durch die schon früher entdeckte Pfeilspitze, die im Brustraum steckengeblieben war. Festgestellt wurde auch ein grosser Bluterguss in den umliegenden Geweben.

Einmaliger Nachweis

Gemäss Frank Rühli vom Anatomischen Institut der Universität Zürich, der die Untersuchung zusammen mit Wissenschaftlern des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen und dem Zentralkrankenhaus Bozen machte, ist ein solch klarer Nachweis einer tödlichen Gefässverletzung an einem Körper aus dieser Zeit einmalig.

Die wissenschaftliche Arbeit zur Ötzi-Todesursache ist im «Journal of Archeological Science» online erschienen. Zudem werde sie auch in der Titelgeschichte der Juli-Ausgabe des Magazins «National Geographic» dargestellt, wie die Uni Zürich mitteilte.

Das Forscherteam untersuche zurzeit die nun besser erklärbaren Todesumstände sowie die Fundsituation des Mannes aus dem Eis weiter. Die Resulate würden in Kürze ebenfalls veröffentlicht.

(bert/sda)

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