Tötungsdelikt an Marcel Strebel wird verhandelt
publiziert: Dienstag, 25. Jun 2002 / 14:37 Uhr

Burgdorf- Vor dem Kreisgericht Burgdorf hat der Prozess gegen einen 30-jährigen Schweizer begonnen, der im Juli 2001 den Rechtsextremen Marcel Strebel erschossen hatte. Beurteilt wird, ob die Tat vorsätzlich oder aus Notwehr geschah.

Wurde Marcel Strebel (mit Bart) umgebracht, oder in Notwehr erschlagen? Das Kreisgericht Burgdorf klärt.
Wurde Marcel Strebel (mit Bart) umgebracht, oder in Notwehr erschlagen? Das Kreisgericht Burgdorf klärt.
Der junge Mann hatte Strebel in Burgdorf während eines Streites mit mehreren Schüssen aus einem Sturmgewehr erschossen und sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt. Strebel stand während des Streits unter starkem Alkohol- und Medikamenteneinfluss.

In der Voruntersuchung ergab sich kein politischer Grund für die Tat. Überhaupt blieben die Gründe für den Streit zwischen den beiden Männern auch bei der Befragung des Angeklagten vor dem Kreisgericht Burgdorf-Fraubrunnen schwer fassbar..

Der Sohn eines Burgdorfer Unternehmers gab an, er sei am fraglichen frühen Abend von Strebel ständig provoziert und dann mit einem Pickel attackiert worden. Er selber habe sich in der Folge zuerst mit einer Eisenstange und nachher mit dem Sturmgewehr gewehrt. .

Das Gewehr habe er nur als Drohung eingesetzt. Er habe nicht die Absicht gehabt, Strebel zu erschiessen. Erst als der 188 Zentimeter grosse und knapp 140 Kilogramm schwere Strebel wie von Sinnen mit dem Pickel auf ihn losgestürmt sei, habe er in Angst und Panik reflexartig geschossen. Alles sei sehr schnell gegangen und eine Sache von Sekunden gewesen. Der Angeklagte räumte ein, aus heutiger Sicht hätte er wohl im Vorfeld Gelegenheit gehabt, Warnschüsse abzufeuern und Strebel allenfalls höchstens zu verletzen..

Der Vater des Angeklagten bezeichnete Strebel im Zeugenstand als "Gewalttäter". Die Version seines Sohnes sei für ihn nachvollziehbar. Dieser habe ihm unmittelbar nach der Tat gesagt, er habe Strebel erschiessen müssen, sonst hätte er ihn, den Sohn, erschlagen..

Strebel gründete in den achtziger Jahren die Patriotische Front und erlangte im Zusammenhang mit deren rechtsextremen Aktivitäten zweifelhafte Berühmtheit. Strebel war namentlich 1999 vom Schwyzer Kantonsgericht zu 24 Monaten Haft verurteilt worden, weil er fünf Jahre zuvor bei einer Schiesserei das Leben zweier Polizisten gefährdet hatte. ..

(gä/news.ch)

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