Tötungsdelikt an Taxifahrer in Rickenbach vor der Aufklärung
publiziert: Montag, 16. Sep 2002 / 21:44 Uhr

Rickenbach - Die Waffe, mit der am Sonntag ein Taxifahrer in Rickenbach TG erschossen worden ist, war zuvor auch bei einem blutigen Beziehungsdrama in Bazenheid SG im Spiel. Der mutmassliche Täter hat am Sonntag in Zürich Suizid begangen.

Bei allen drei Taten war die gleiche Faustfeuerwaffe im Spiel, wie die Thurgauer Polizei mitteilte. Die Waffe wurde nach dem Suizid eines 59-jährigen Albaners am Sonntagmittag im Zürcher Stadtkreis 8 sichergestellt. Der Albaner hatte sich damit erschossen.

Die Polizei klärt ab, ob der Albaner für das Tötungsdelikt an einem 61-jährigen Taxifahrer am Sonntagmorgen in Rickenbach TG verantwortlich war. Nach jener Tat flüchtete der Täter mit dem Taxi des Opfers. Der silbergraue Mercedes wurde am Montag beim Hauptbahnhof in Zürich gefunden.

Fest steht laut Polizei, dass der Albaner am Samstagabend in Bazenheid durch eine verschlossene Wohnungstür auf den neuen Mann seiner Ex-Frau geschossen hat. Der 42-jährige Mann wurde durch Kugeln im Brustbereich schwer verletzt. Er ist inzwischen ausser Lebensgefahr.

Die Polizei vermutet Eifersucht als Motiv für die Bluttat von Bazenheid. Der 59-Jährige hatte mehrmals an der Wohnungstür seiner Ex-Frau geklingelt und geklopft. Als die Frau und ihr neuer Mann nicht öffneten, gab der Täter zwei Schüsse durch die Holztür ab. Er flüchtete, wurde aber von Nachbarn erkannt.

Mit der gleichen Faustfeuerwaffe wurde am Sonntagmorgen ein 61-jähriger albanischer Taxiunternehmer aus Wil SG im benachbarten Rickenbach TG erschossen. Er war um etwa 7 Uhr vom Bahnhof Wil weggefahren. Seine Leiche wurde später in Rickenbach von einem Passanten entdeckt.

Der Zusammenhang zwischen den Delikten zeigte sich, als die Polizei die Schusswaffe untersuchte, die nach dem Suizid in Zürich sichergestellt worden war.

(bert/sda)

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