Tötungsdelikt in Erstfeld - Zustand des Verletzten stabil
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 23:11 Uhr

Altdorf - Der Zustand des schwer verletzten Opfers der Messerstecherei vom letzten Freitag in Erstfeld scheint sich zu stabilisieren. Das teilte die Urner Polizei, unter Berufung aufs Kantonsspital, mit. Der Tatverdächtige ist immer noch flüchtig.

Der dringend Tatverdächtige litt unter psychischen Problemen und war alkoholkrank.
Der dringend Tatverdächtige litt unter psychischen Problemen und war alkoholkrank.
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Man sei in verschiedenen Kantonen Hinweisen zum möglichen Aufenthaltsorts des Tatverdächtigen nachgegangen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Diese Aktionen seien aber negativ verlaufen. Am Abend wurde die Öffentlichkeit in der TV-Sendung «XY ungelöst» zur Mithilfe aufgerufen.

Der für das Asylwesen zuständige Urner Regierungsrat Stefan Fryberg (FDP) sagte am Abend gegenüber der Sendung «10 vor 10» von Schweizer Fernsehen, der Verdächtige sei nach einem Suizidversuch in einer geschlossenen Anstalt gewesen und sei alkoholkrank.

Arztgeheimnis

Aufgrund von Urteilen von Fachleuten sei der Algerier in ambulante Behandlung entlassen worden. Die Asylbetreuer in Erstfeld hätten von den psychischen Problemen gewusst, aber nicht im Detail. Fryberg sagte, die unterlassene detailierte Information an die Asylbetreuenden sei auf das Arztgeheimnis zurückzuführen.

Keine neuen Erkentnisse liegen bei der Untersuchung des auf dem SBB-Areal in Erstfeld gefundenen Messers vor: Es steht nicht fest, ob es sich um die Tatwaffe handelt.

Bei der Messerstecherei am frühen Freitagmorgen wurden zwei Männer getötet. Zwei weitere wurden schwer verletzt; einer von ihnen konnte am Dienstag das Spital verlassen. Als mutmasslicher Täter gilt ein 40-jähriger Asylbewerber aus Algerien.

(fest/sda)

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