Tollwut durch Spenderorgane
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 20:32 Uhr

Neu-Isenburg - Durch Organspenden haben sich erstmals in Deutschland sechs Patienten wahrscheinlich mit lebensgefährlicher Tollwut infiziert. Drei Patienten in Hannover, Marburg und Hannoversch-Münden seien vermutlich bereits an Tollwut erkrankt.

Die Organspenderin habe keine Tollwut-Symptome gezeigt.
Die Organspenderin habe keine Tollwut-Symptome gezeigt.
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Dies berichtete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) im hessischen Neu-Isenburg. Drei Menschen in Heidelberg und Mainz hätten ebenfalls Organe der höchstwahrscheinlich mit dem tödlichen Virus infizierten Spenderin erhalten, ihnen gehe es aber gesundheitlich gut.

Die Medizinische Hochschule Hannover berichtete, ihre betroffene Patientin befinde sich in einem kritischen Zustand. Ob akute Lebensgefahr besteht, wollte die Hochschule nicht angeben. Auch der Zustand eines 59-jährigen Patienten in Marburg ist nach Klinikangaben sehr kritisch.

Tollwut fast immer tödlich

Eine spezifische Tollwut-Therapie gibt es nicht. Ist die Krankheit ausgebrochen, endet sie fast immer tödlich. Vor Ausbruch der Symptome ist aber auch nach der Infektion eine Impfung möglich. Zwischen Infektion und Ausbruch der Tollwut können Wochen bis Monate vergehen.

Die Organspenderin, der im Dezember in Mainz Lunge, Niere, Bauchspeicheldrüse, Leber und Augenhornhaut entnommen worden waren, habe keine Tollwut-Symptome gezeigt. Alle Organe seien vor der Transplantation auf Bakterien, Viren oder Tumore untersucht worden, betonte Lauchart.

Keine Fehler

Ärztliche Fehler hat es nach DSO-Angaben nicht gegeben. Erst im Nachhinein sei über Familienangehörige bekannt geworden, dass sich die Frau im Oktober vergangenen Jahres in Indien aufgehalten habe.

In Indien gibt es nach Laucharts Angaben pro Jahr 30 000 bis 50 000 Tollwuttote. Leider ist es medizinisch nicht möglich, solche seltenen Infektionen im Voraus - trotz umfassender Untersuchungen des Organspenders - auszuschliessen, erläuterte Kirste.

(bert/sda)

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