Tonnenschwere Produktion für olympische Feinkost
publiziert: Samstag, 13. Feb 2010 / 00:00 Uhr
Ein SF Mitarbeiter beim Konfigurieren der technischen Anlagen von SF im IBC Vancouver.
Ein SF Mitarbeiter beim Konfigurieren der technischen Anlagen von SF im IBC Vancouver.

226 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, bis zu 50 Tonnen Material, 300 Sendestunden allein am TV. SRG SSR idée suisse betreibt in Vancouver und Whistler einen in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Aufwand, um die Winterspiele fernseh- und radiogerecht in die Schweizer Stuben zu bringen.

Roland Mägerle, Projektleiter der SRG, erinnert sich: Im Juli 2007, also schon gut ein Jahr vor den Sommerspielen in Peking, eröffnete er sein Dossier «Vancouver 2010». Nach der mehr als zweieinhalbjährigen Planungs- und Realisierungszeit kann es nun losgehen. Tausende von Kabeln sind richtig verlegt, Tausende von Steckern stecken in den richtigen Buchsen, Tausende von Schaltern warten darauf, auf «on» umgelegt zu werden.

Synergien

Bedenkt man, dass für das Viersprachenland Schweiz drei Fernseh- (SF zwei, TSR 2, RSI 2) und vier Radio-Kanäle aus British Columbia berichten, erscheint das personelle Aufgebot auf den zweiten Blick keineswegs übertrieben. «Wir nutzen sehr viele Synergien, sonst ginge das nicht», sagt Mägerle. So können Radioleute beispielsweise jederzeit auf Interviews und O-Töne zurückgreifen, die die Fernsehkollegen eingefangen und produziert haben.

Weit über 40 Tonnen Material wurden per Schiff oder per Flugzeug von der Schweiz ins Olympiagebiet gebracht. In den riesigen Broadcasting-Zentren in Vancouver und Whistler hat sich die SRG auf insgesamt 848 Quadratmetern eingemietet. 30x28,25 m für eine hochwertige Berichterstattung vom sportlichen Mega-Event -- da liegt kein Flecken brach. Allein auf den 564 Quadratmetern in Vancouver hat die SRG 40 Arbeitsplätze eingerichtet, inklusive eines Regie- Raums, fünf Sprecherkabinen, sechs Schnittplätze und einem Radiostudio. An den verschiedenen Wettkampforten kann die SRG über insgesamt 56 Kommentatorenpositionen verfügen (35 fürs TV, 21 fürs Radio).

Meer und Skyline

Den Schweizer Sportfans wird vor allem der Blick aufs Meer und die Skyline von Vancouver in Erinnerung bleiben. Vor diesem Hintergrund werden wechselweise Regula Späni und Paddy Kälin aus einem Ad-hoc-Studio durch die langen Abende und Nächte der Liveübertragungen führen. Der malerische Flecken ist in Wirklichkeit eine kleine Terrasse des Hafenrestaurants «Bridges», das während der Spiele als «House of Switzerland» dient. Daniela Milanese, Olympia- Projektleiterin von SF, erinnert sich, dass das Fernsehen und Swiss Olympic recht lange suchen mussten, um für den beliebten Schweizer Treffpunkt diese Lokalität zu finden, die für die TV-Zuschauer eine witzige Botschaft vermittelt: Olympische Winterspiele am Meer.

Stolz sein darf die SRG auf einen Auftrag, für den sie vor dem österreichischen Konkurrenten ORF den Zuschlag bekommen hat: Die Schweizer Fernsehmacher produzieren für das Weltsignal mit bis zu 41 Kameras sämtliche alpinen Skirennen in Whistler. Die SRG bringt ihr sportliches Knowhow erstmals in diesem Ausmass in die Olympia-Weltproduktion ein, aber nicht erstmals überhaupt. 2006 in Sestriere produzierten die Schweizer die alpinen Speed- Disziplinen; bei den Sommerspielen 1996, 2000 und 2004 hatten sie das Weltsignal der Ruderwettkämpfe hergestellt.

(Peter Lerch, Vancouver/Si)

 
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