Christopher Froome Prolog-Sieger an der Tour de Romandie
Top-Favorit Froome bereits Leader
publiziert: Dienstag, 23. Apr 2013 / 18:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Apr 2013 / 21:41 Uhr
Christopher Froome wurde seiner Favoritenrolle gerecht.
Christopher Froome wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

Christopher Froome hat in der 67. Tour de Romandie der Konkurrenz gleich bei erster Gelegenheit den Tarif bekanntgegeben. Der Top-Favorit setzte sich im anspruchsvollen Prolog im Val de Bagnes mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Amerikaner Andrew Talansky durch.

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Wie im Vorjahr mit Geraint Thomas führt nach dem ersten Tag der Westschweizer Rundfahrt ein Brite. Waren allerdings in Lausanne auf einem flachen Parcours nur gut 3 km zu absolvieren, präsentierte sich die Aufgabe im Wallis um einiges schwieriger. Die Durchschnittsgeschwindigkeit für den Sieger betrug nur 33,74 km/h, da auf den 7,45 km von Le Châble nach Bruson gleich 310 m Höhendifferenz zu überwinden waren. Der Prolog kam damit fast einem kurzen Bergzeitfahren gleich und war exakt auf einen Fahrer mit den Fähigkeiten von Christopher Froome zugeschnitten. Der 27-jährige Brite aus dem Team Sky ist sowohl ein starker Zeitfahrer wie auch Kletterer.

«Es waren zwar nur etwas mehr als sieben Kilometer, doch es ging immer aufwärts, was für einen Prolog nicht normal ist. Mir kam die Strecke aber sehr entgegen», so Froome, dem bereits der sechste Saisonsieg gelang. «Ich bin wirklich zufrieden, habe ich doch seit meinem Gesamtsieg beim Critérium International mehrere Wochen Rennpause eingeschaltet.» In dieser Zeit fing sich Froome auch noch eine Erkältung ein. Am vergangenen Sonntag beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich konnte der in Kenia geborene Brite am Ende noch nicht ganz mit der Spitze mithalten. Doch zwei Tage später liess er der namhaften Konkurrenz bei der Tour de Romandie bereits wieder das Nachsehen.

Er und seine starken Teamkollegen würden das Maximum machen, um das Leadertrikot bis am Schluss behalten zu können, so Froome. Als Hauptkonkurrenten nennt er Andrew Talansky sowie Rui Costa (5. im Prolog/0:16 zurück) und Alejandro Valverde (8./0:17). «Talansky hat im Prolog gezeigt, dass er hier wie im Vorjahr gut in Form ist.» 2012 wurde der Amerikaner aus Miami Gesamtzweiter hinter dem Briten Bradley Wiggins. Dieser setzte sich danach auch in der Tour de France durch - vor seinem Landsmann und Teamkollegen Chris Froome, dem in diesem Sommer nun in Frankreich die Leaderrolle beim Team Sky zukommt. «Der Druck wird zwar viel grösser sein, aber ich bin glücklich, dass ich diese Rolle haben werde. Dafür trainiere ich schliesslich», ist dem letztjährigen Gesamtzweiten der Tour de France vor der schwierigen Aufgabe nicht bange.

Morabito bester Schweizer

Als bester Schweizer klassierte sich im Prolog Steve Morabito. Der Walliser, der im BMC Racing Team die Leaderrolle einnimmt und im Gesamtklassement eine Platzierung in den Top 10 anstrebt, büsste auf Froome 32 Sekunden ein. Damit war Morabito nur drei Sekunden langsamer als beispielsweise Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin (De). Enttäuschend hingegen das Abschneiden von Johann Tschopp, der fast eine Minute verlor. Besser als ihr Landsmann und Leader in der Schweizer Equipe IAM Cycling waren Marcel Wyss (0:34 zurück) und Reto Hollenstein (0:46).

Am Mittwoch folgt die erste Etappe von Saint-Maurice nach Renens. Auf den 176,8 km ist zwar mit dem Col du Mollendruz eine Bergwertung der zweiten Kategorie zu überwinden. Doch weil der Pass bereits rund 40 km vom Ziel entfernt passiert wird, darf sich die Fraktion der Sprinter gute Chancen auf eine Massenankunft ausrechnen.

Resultate:
Tour de Romandie. Prolog-Zeitfahren Le Châble - Bruson (7,45 km): 1. Christopher Froome (Gb) 13:15 (33,71 km/h). 2. Andrew Talansky (USA) 0:06. 3. Robert Kiserlovski (Kro) 0:13. 4. Richie Porte (Au) 0:15. 5. Rui Costa (Por) 0:16. 6. Thibaut Pinot (Fr) 0:17. 7. Stef Clement (Ho). 8. Alejandro Valverde (Sp). 9. Tom Danielson (USA), alle gleiche Zeit. 10. Wilco Kelderman (Ho) 0:18.

Ferner: 12. Carlos Betancur (Kol) 0:19. 16. Tony Martin (De) 0:29. 21. Steve Morabito (Sz) 0:32. 26. Marcel Wyss (Sz) 0:34. 32. Jurgen Van den Broeck (Be) 0:40. 36. Reto Hollenstein (Sz) 0:46. 48. Ryder Hesjedal (Ka) 0:51. 50. Roman Kreuziger (Tsch), gleiche Zeit. 55. Michael Albasini (Sz) 0:54. 56. Johann Tschopp (Sz) 0:56. 62. Sébastien Reichenbach (Sz) 1:00. 65. Ivan Basso (It) 1:02. 88. Mathias Frank (Sz) 1:15. 96. Jonathan Fumeaux (Sz) 1:22. 104. Oliver Zaugg (Sz) 1:27. 122. Danilo Wyss (Sz) 1:42. 143. Grégory Rast (Sz) 1:54. - 168 Fahrer klassiert.
 

(fest/Si)

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