Top-Ten-Klassierungen das Mass aller Dinge
publiziert: Dienstag, 15. Feb 2005 / 17:09 Uhr

In der noch jungen Disziplin Sprint stehen für die Schweizer Langläufer an der nordischen Ski-WM in Oberstdorf die Chancen auf Spitzenklassierungen am besten.

Reto Burgermeisters Absenz wiegt schwer.
Reto Burgermeisters Absenz wiegt schwer.
Top-Ten-Ergebnisse würden von den Teamverantwortlichen als ausgezeichnete Leistungen eingestuft. Bei den Distanzrennen sind die Ansprüche bescheidener.

Vergleich nicht scheuen

Mit seinem 8. Platz hat Christoph Eigenmann am letzten Sonntag in Reit im Winkl (De) aufgezeigt, dass er den Vergleich mit den Gegnern nicht zu scheuen braucht.

Der Toggenburger hat sich in diesem Winter kontinuierlich gesteigert. Der Grenzwächter hatte vor vier Jahren als Nobody begonnen und sich sofort für Olympia qualifiziert. Im Skating war er ein sicherer Wert für Weltcup-Klassierungen unter den besten 30.

Gesundheitliche Probleme warfen Eigenmann vorübergehend aus dem Tritt. Nach seiner Genesung und einigen Korrekturen im Krafttraining hat er beträchtliche Fortschritte erzielt.

Nicht kaschieren lässt sich allerdings, dass der Toggenburger über einen kleinen Motor verfügt und die Distanz in jeder Runde, die er weiterkommt, ein zunehmend grösseres Problem für ihn darstellt. Trainer Erwin Lauber: "Dieses Defizit wird nur schwierig aufzuholen sein."

Neu mit Teamsprint

Mit dem Messer am Hals schaffte der körperlich robustere Peter von Allmen mit seinem 14. Platz die definitive WM-Selektion. Er wird zusammen mit Eigenmann die Schweizer Chancen im neu ins WM-Programm aufgenommenen Teamsprint vertreten.

Noch bessere Perspektiven als den Männern billigt Disziplinchef Michel Antzemberger dem Duo Seraina Mischol und Laurence Rochat zu. Die Bündnerin und die Westschweizerin erreichten Anfang Dezember in Bern den 4. Platz.

Auf diesem Resultat sowie dem 6. Rang in Asiago (It) basieren die Hoffnungen. Mischol hatte zudem in Reit im Winkl mit ihrem 9. Platz im Sprint ein Bestresultat im Weltcup erzielt.

Starke Leistung von Männer gefordert

Es tönt vermessen, aber sogar von der Männer-Staffel erhofft sich Michel Antzemberger eine starke Leistung.

Die WM-Qualifikation schaffte das Quartett Christian Stebler, David Romer, Gion Andrea Bundi und Christoph Schnider mit dem 7. Platz im Val di Fiemme (It), als die Schweden mit einer Verlegenheitsmannschaft angetreten waren und die Finnen versagten.

Erst nach dem kommenden Samstag und dem Alpencuprennen in St. Jakob im Rosental (Ö) fällt der Entscheid über das Aufgebot des zweiten Klassisch-Läufers für die Staffel.

Dieser könnte Reto Burgermeister heissen, obwohl der in Davos wohnhafte Zürcher Oberländer wegen eines Ermüdungssymptome auf Weltcup-Einsätze verzichten musste und im Januar noch durch eine Grippe ausgebremst wurde.

Mit einem "Burgi" in der Form des letzten Winters, als er in Oberstdorf im Verfolgungsrennen den 2. Platz erreichte, hätten sich die Aussichten der Schweizer ganz anders präsentiert. "Seine Absenz wiegt schwer", stellte Michel Antzemberger fest.

Premiere für Frauen-Staffel

Obwohl in dieser Saison im Weltcup nie eine Schweizer Frauen-Staffel gestartet war, nominierten die Verantwortlichen von Swiss-Ski ein Quartett, zu dessen Bildung auf die junge Doris Trachsel zurückgegriffen wurde.

Der Glücksfall von Salt Lake City mit dem Gewinn der Bronzemedaille wird sich in Oberstdorf kaum wiederholen.

Aber es wäre beschämend gewesen, hätte die Schweiz keine Frauen-Staffel gestellt, zumal die Teilnehmerzahlen beim Nachwuchs zurückgehen.

Hoffen auf Leonardi

Für die Distanzrennen hat Michel Antzemberger aufgrund der Quote von vier Athleten pro Nation errechnet, dass eine Klassierung um den 20. Rang als gut einzustufen ist. Am meisten ist Natascia Leonardi zuzutrauen.

Obwohl sie in den letzten beiden Jahren nach einem Hunde- und Zeckenbiss selten wie nie zuvor auf den Langlaufski stand, hat die in Poschiavo wohnhafte Tessinerin zu einer guten Form gefunden.

Die Strecke mit den vielen Anstiegen und Abfahrten, aber wenig Flachstücken scheint der 34-Jährigen auf den Leib geschneidert.

(rr/Si)

 
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