Topmanager verdienen im Schnitt 657 000 Franken
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 11:34 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 16:30 Uhr

Zürich - Jeder fünfte Topmanager in der Schweiz kassiert ein Millionensalär. Die meisten Kaderleute verdienen aber deutlich weniger.

Unternehmen mit Doppelmandaten von Verwaltungsratspräsident und Konzernchef bezahlen höhere Löhne als Unternehmen mit getrennten Ämtern.
Unternehmen mit Doppelmandaten von Verwaltungsratspräsident und Konzernchef bezahlen höhere Löhne als Unternehmen mit getrennten Ämtern.
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Konzernchefs und Verwaltungsratspräsidenten sind auffällig oft bei der Bestimmung des eigenen Lohns mitbeteiligt.

Der Durchschnittsverdienst des Konzernchefs eines Schweizer Unternehmens beläuft sich auf 657 000 Fr. jährlich, wie aus einer Studie der Universität St. Gallen und des Beratungsunternehmens KPMG hervorgeht. Die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung verdienen im Schnitt 381 000 Franken.

Nicht berücksichtigt wurden in der Berechnung allerdings die beiden höchsten in der Umfrage angegebenen Löhne - der höchste lag bei 21,1 Mio. Franken. Diese eingerechnet erhöhe sich der Manager-Durchschnittslohn auf 1,2 Mio. Franken, so der St. Galler Professor Peter Leibfried.

Je grösser das Unternehmen, desto höher die Vergütung

Verwaltungsratspräsidenten verdienen laut der Studie im Durchschnitt zwischen 100 000 und 300 000 Franken - auch hier wurde die beiden höchsten Werte ausgeklammert. Einfache Mitglieder eines Verwaltungsrats erhalten Entschädigungen zwischen 25 000 und 60 000 Franken.

Befragt worden sind für die Studie die 500 grössten Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistung. Die Rücklaufquote lag bei 18 Prozent. Banken und Versicherungen wurden dagegen ausgeklammert: Diese seien kaum vergleichbar und unterlägen anderen aufsichtsrechtlichen Vorgaben, begründete Leibfried.

Statistisch klar ist der Zusammenhang zwischen dem Lohn und der Grösse des Unternehmens: Je grösser das Unternehmen, desto höher die Vergütung. Dagegen fand die Studie keinen Einfluss der Tatsache, ob ein Unternehmen börsenkotiert oder privat beherrscht ist.

An den Sitzungen, an denen ihr Lohn festgesetzt wird, sind Verwaltungsratspräsidenten in 90 Prozent und Konzernchefs noch immer in 50 Prozent der Fälle selbst dabei.

Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen (59 Prozent) gab denn auch an, dass die Managerlöhne im Verwaltungsrat ohne Diskussion beschlossen werden. Nur knapp 40 Prozent der Firmen verfügen über einen eigenen Vergütungsausschuss. Dabei war laut der Studie bei Unternehmen mit einem solchen Ausschuss die Vergütungen niedriger.

(smw/sda)

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