Torino 2006: Punktsieg für Italiens Regierung
publiziert: Freitag, 28. Okt 2005 / 23:05 Uhr

In der Auseinandersetzung mit dem IOC um die Anwendung des italienischen Anti-Doping-Gesetzes während der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin hat die Regierung in Rom einen Punktsieg erzielt.

«Das ist eine Frage der sportlichen Ethik und nicht ein kriminelles Problem», sagte Rogge.
«Das ist eine Frage der sportlichen Ethik und nicht ein kriminelles Problem», sagte Rogge.
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«Es ist inzwischen klar, dass es keine Änderung im italienischen Gesetz gibt», räumte IOC-Präsident Jacques Rogge in Lausanne ein. Dennoch zeigte sich der Belgier zum Abschluss der dreitägigen Sitzungen des Exekutivkomitees «nicht pessimistisch, dass es eine Lösung gibt». Allerdings wird das ursprünglich für Mitte November vorgesehene «Gipfeltreffen» mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi wohl nicht stattfinden.

Der Streit hat sich am strengen Anti-Doping-Gesetz entzündet, das Italien im Jahr 2000 verabschiedet hatte. Sportlern, die zu Epo oder Anabolika greifen, drohen bis zu dreijährige Gefängnisstrafen. Eine Aussetzung des Anti-Doping-Gesetzes für die Zeit der Spiele hat die italienische Regierung strikt abgelehnt.

Kriminelles Problem?

Das IOC befürchtet, dass die Polizei Razzien in den drei olympischen Dörfern durchführt, Sportler festnimmt und vor ein ordentliches Gericht führt. Es ist der Auffassung, dass der Kampf gegen Doping in Turin Sache des IOC sei.

«Das ist eine Frage der sportlichen Ethik und nicht ein kriminelles Problem», sagte Rogge. Er unterstrich erneut, dass Turin 1999 einen entsprechenden Ausrichtervertrag unterschrieben habe, in dem es sich zur Einhaltung der IOC-Anti-Doping-Regeln verpflichtet habe.

1200 Doping-Tests

Während den Spielen werden von Ende Januar, wenn die drei olympischen Dörfer eröffnet werden, bis zur Schlussfeier am 26. Februar 1200 Doping-Kontrollen durchgeführt.

Im Vergleich zu den Spielen 2002 in Salt Lake City entspricht dies einer Steigerung um 45 Prozent. Wie das IOC in Lausanne weiter mitteilte, wird auf alle Substanzen getestet, welche die Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) auf der Liste der verbotenen Mittel führt.

Das Turiner Organisationskomitee (TOROC) ist für alle Tests an den olympischen Wettkampfstätten zuständig, die WADA für die Kontrollen ausserhalb. Die Bewertung der Tests und Entscheide über mögliche Sanktionen bei Verstössen liegen allein beim IOC. Die Proben werden in einem speziell für die Spiele eingerichteten Labor im Spital von Orbassano analysiert.

(bert/Si)

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