Tote bei Anschlägen in Somalia
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 18:48 Uhr

Mogadischu - Bei zwei Selbstmordanschlägen in der somalischen Stadt Baidoa, dem Sitz der Übergangsregierung, sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Attentäter verwendeten zwei mit Sprengsätzen präparierte Fahrzeuge.

Islamistische Gegner der Übergangsregierung übernahmen die Verantwortung.
Islamistische Gegner der Übergangsregierung übernahmen die Verantwortung.
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Nach Angaben von Polizeichef Ali Hussein habe einer der Selbstmordattentäter die Explosion überlebt und sei festgenommen worden. Unter den Toten waren neben weiteren Attentätern mehrere Zivilisten und ein Polizist.

Für mindestens einen der Anschläge übernahmen islamistische Gegner der Übergangsregierung die Verantwortung. Der Angriff habe sich gegen einen äthiopischen Militärposten gerichtet, sagte ein Sprecher der Islamischen Gerichte, der ungenannt bleiben wollte.

Äthiopische Soldaten getötet

Insgesamt seien rund 20 äthiopische Soldaten getötet worden; sechs Zivilisten seien verletzt worden, als die Soldaten das Feuer eröffnet hätten.

Mitte September war ein Selbstmordanschlag gegen den somalischen Präsidenten Abdullahi Jusuf Ahmed fehlgeschlagen, als er das Parlament verliess. Die Regierung machte Islamisten für den Attentatsversuch verantwortlich. Baidoa liegt rund 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu.

Bürgerkrieg seit 1991

In Somalia herrscht seit dem Sturz von Diktator Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Die vor zwei Jahren eingesetzte Übergangsregierung ist weitgehend machtlos.

Ende Oktober waren die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und Islamisten in der sudanesischen Hauptstadt Khartum gescheitert und auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

(ht/sda)

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