Tote bei Luftangriff der tamilischen Rebellen
publiziert: Montag, 26. Mrz 2007 / 08:36 Uhr

Colombo - Erstmals haben tamilische Rebellen einen Angriff gegen die Armee aus der Luft geführt. Von einem Leichtflugzeug aus wurde ein Militärstützpunkt nahe des Flughafens in Colombo beschossen. Drei Soldaten wurden getötet, 16 weitere verletzt.

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Ein LTTE-Flugzeug sei über den Militärstützpunkt geflogen und habe drei Bomben abgeworfen, sagte ein Militärsprecher der Regierung. Die «Befreiungstiger von Tamil Eelam» (LTTE) bestätigten, dass sie die Luftwaffenbasis angegriffen hätten. Der Angriff ereignete sich am frühen Morgen (Ortszeit).

Mit dem Angriff reagierten die Rebellen auf wochenlange Luftschläge der Regierungstruppen gegen ihre Stellungen im Norden und Osten des Landes.

Kampfflugzeuge als Ziel

Ziel des Angriffs seien die dort stationierten Kampfflugzeuge von Typ Kfir und MiG-27 gewesen, sagte ein LTTE-Sprecher. Die Maschinen von Typ Kfir aus israelischer Produktion würden bei Einsätzen gegen Stellung der Rebellen benutzt.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden beim Luftangriff keine Flugzeuge zerstört, jedoch Technikeinrichtungen und zwei Helikopter.

Flüge gestrichen

Aussenminister Ravinatha Aryasinha sagte, der internationale Flughafen habe keinen Schaden genommen. Einige Flüge wurden aus Vorsichtmassnahmen gestrichen. Mehrere Strassen rings um den Flughafen wurden gesperrt.

Auch Telefonleitungen waren nach Angaben von Anwohnern gestört. Die Fluggesellschaft Sri Lankan Airlines teilte mit, der Flugverkehr sei vorübergehend eingestellt worden. Anwohner berichteten von Schusswechseln in der Nähe des Flughafens.

Flughafen im Norden

Ihre Leichtflugzeuge seien wieder zu ihrer Basis in der von den Rebellen kontrollierten Nordregion der Insel zurückgekehrt, sagte der Rebellen-Sprecher weiter. Während die LTTE von zwei Flugzeugen berichtete, sprach das Militär von einer Maschine, welche den Angriff geflogen habe.

Die Tamilen-Rebellen drohten mit weiteren Angriffen. Damit solle die Luftwaffe davon abgehalten werden, Zivilisten zu bombardieren. Die Rebellen besitzen Leichtflugzeuge und haben einen provisorischen Flughafen im Norden des Landes. Für einen Angriff haben sie diese jedoch offiziell noch nie benutzt.

Gebrochener Waffenstillstand

Die Tamilen-Rebellen kämpfen für einen unabhängigen Staat im Norden und Osten Sri Lankas. Seit 1983 sind in dem Konflikt rund 68 000 Menschen getötet worden, in den vergangenen 15 Monaten alleine 4000. Schätzungen zufolge leben rund 150 000 Menschen als Flüchtlinge im Osten der Insel.

Die Tamilen-Rebellen hatten den Flughafen der Hauptstadt zuletzt im Jahr 2001 angegriffen, ein Jahr vor einem Waffenstillstand, der inzwischen zusammengebrochen ist. Bei dem damaligen Angriff wurden 22 Menschen getötet und die die Hälfte der zivilen Flugzeugflotte Sri Lankas zerstört.

(ht/sda)

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