Tote bei Überschwemmungen in Südosttürkei
publiziert: Donnerstag, 2. Nov 2006 / 15:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Nov 2006 / 16:21 Uhr

Diyarbakir - Bei Überschwemmungen im Südosten der Türkei sind in der vergangenen Nacht mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer innerhalb der letzten beiden Tage auf mehr als 30.

Für die kommenden Tage wird weiter starker Regen erwartet. (Archivbild)
Für die kommenden Tage wird weiter starker Regen erwartet. (Archivbild)
Allein in der Ölstadt Batman ertranken zehn Bewohner, die meisten von ihnen Kinder, wie die Behörden mitteilten. Mehrere Wohnquartiere wurden überflutet, als heftige Regenfälle einen Bach in einen reissenden Strom verwandelten.

Die Häuser im armen Südosten des Landes sind meist nur aus Lehmziegeln erbaut und haben Überschwemmungen oder Erdbeben wenig entgegenzusetzen.

In einem Dorf am Tigris-Ufer wurde die Leiche eines Kindes gefunden. Ein Dorfbewohner ertrank in der Provinz Sirnak, als er seine Tierherde aus dem Hochwasser retten wollte. Hunderte von Haustieren verendeten.

Acht Menschen wurden nach Angaben der Behörden noch vermisst. Der türkische Agrarminister Mehdi Eker sprach bei einem Besuch in der Region von den schwersten Überschwemmungen der vergangenen 50 Jahre.

Auch die im Nordwesten des Landes gelegene grösste türkische Stadt Istanbul, sowie die am Mittelmeer gelegenen Orte Antalya und Mersin hatten in den vergangenen Tagen mit Hochwasser zu kämpfen.

In Medienberichten wurden Schlamperei der Behörden und planlose Bebauung in Bachtälern für das verheerende Ausmass der Überschwemmungen verantwortlich gemacht. Für die kommenden Tage wird weiter starker Regen erwartet.

(fest/sda)

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