Tote bei Überschwemmungen
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 14:16 Uhr

Kabul - Bei Überflutungen nach schweren Regenfällen in weiten Teilen Afghanistans sind nach offiziellen Angaben mindestens 88 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder. Zudem wurden zahlreiche Häuser weggeschwemmt.

Das afghanische Innenministerium in Kabul sprach von tausenden Obdachlosen.
Das afghanische Innenministerium in Kabul sprach von tausenden Obdachlosen.
Tausende Menschen seien obdachlos geworden, teilte das afghanische Innenministerium in Kabul mit. Allein 85 der Todesopfer, 64 von ihnen Kinder, seien in der Hauptstadt der westlichen Provinz Farah registriert worden.

Die Zahl der Opfer könne noch steigen, da viele abgelegene Gegenden noch nicht erreicht worden seien. Von den Überflutungen am Freitag waren nach den Angaben neben der Provinz Farah auch Urusgan, Ghor und Dschausdschan betroffen.

In Tarin Kot, der Provinzhauptstadt von Urusgan, sowie in den Bezirken Chas und Tschori seien unzählige Behausungen zerstört worden, sagte ein Ministeriumssprecher. Allein 600 Häuser seien im Bezirk Deh Rawud weggeschwemmt worden. Die Menschen dort benötigten nun dringend Zelte und Nahrung.

Hilfe von US-Streitkräften

Die in der Region stationierten US-geführten Streitkräfte brachten mit einem Helikopter rund 200 Menschen in Sicherheit, die auf einer Insel in einem Fluss gestrandet waren, wie ein US-Militärsprecher sagte.

Die afghanische Bevölkerung erleidet derzeit den härtesten Winter seit einem Jahrzehnt, nachdem in den vergangenen sieben Jahren durchgehend eine Dürre geherrscht hatte. Starke Niederschläge und die Schneeschmelze tragen erheblich zum Überschwemmungsrisiko bei.

(bert/sda)

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