Tote bei Zusammenstössen nach Jassin-Liquidierung
publiziert: Montag, 22. Mrz 2004 / 10:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Mrz 2004 / 10:38 Uhr

Gaza - Nach dem tödlichen Raketenangriff auf den Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin ist es im Gazastreifen zu blutigen Zusammenstössen gekommen. Soldaten hätten zwei palästinensische Steinewerfer erschossen, berichteten Augenzeugen und Sanitäter.

Die El-Aksa-Brigaden haben Anschläge in ganz Israel angekündigt. (Bild: Archiv)
Die El-Aksa-Brigaden haben Anschläge in ganz Israel angekündigt. (Bild: Archiv)
Damit sind seit dem Morgen insgesamt 13 Palästinenser ums Leben gekommen. Unter den Opfern war auch ein 13-jähriger palästinensischer Junge, der an einer Demonstration zum Gedenken an Jassin teilnahm.

Mit dem gezielten Angriff hatte die israelische Armee Jassin in Gaza-Stadt getötet. Acht weitere Palästinenser starben bei dem Angriff. Aus Kampfhelikoptern waren mehrere Raketen abgefeuert worden.

Selbstmordanschläge ursächlich für Angriff

Unter den Toten seien auch der Sohn und drei Leibwächter Jassins sowie mehrere Passanten, teilten Mitarbeiter eines Spitals in Gaza-Stadt mit. Zudem wurden zwei Palästinenser bei einem Angriff auf einen israelischen Wachposten erschossen.

Das israelische Armeeradio berichtete, die Entscheidung zur Tötung Jassins sei nach den palästinensischen Selbstmordanschlägen auf den Hafen der Küstenstadt Aschdod getroffen worden.

Die radikalislamischen El-Aksa-Brigaden kündigten einen Gegenschlag in den kommenden Stunden an. Die Reaktion der Palästinenser werde einem Erdbeben gleichen, sagte ein Anrufer namens Abu Kussai dem arabischen Fernsehsender El Arabija.

Die El-Aksa-Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Die Rache wird nicht gewöhnlich sein, sondern ein Erdbeben auslösen, kündigte auch der bewaffnete Arm der Hamas an, die Essedin el Kassam-Brigaden.

(rp/sda)

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