Tote in Nordisrael und im Südlibanon
publiziert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 17:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 21:08 Uhr

Beirut/Jerusalem - Der Norden Israels ist erneut Ziel von Raketenangriffen aus dem Libanon geworden. Rund 20 Raketen schlugen vor allem in der Hafenstadt Haifa ein, wie die Rettungsdienste mitteilten. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben.

Die Angriffe Israels dauern nun schon sieben Tage an.
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Der Mann sei bei einem Raketeinschlag in Naharija umgekommen, berichteten die Sicherheitskräfte. Weitere Angriffe auf die Hafenstadt Haifa und auf Safed, Tiberiad und Schlomi verursachten lediglich materielle Schäden.

Bei israelischen Luft- und Artillerieangriffen im Südlibanon wurden zwei Zivilisten getötet. Zwölf weitere, darunter fünf Kinder, wurden laut Polizei verletzt, als die Luftwaffe ein Haus in der Ortschaft Tallussa nahe der Grenze zu Israel bombardierte.

In dem Dorf Raschaja el Fuchar nahe den Schebaa-Farmen wurden sieben Menschen verletzt, die sich in eine Kirche geflüchtet hatten. Das Gotteshaus sei von fünf Granaten getroffen worden. Die israelischen Streitkräfte konzentrieren ihre Angriffe auf den Süden Libanons und die Bekaa-Ebene.

Offen für Friedenstruppe

Die israelische Regierung zeigte sich unterdessen grundsätzlich offen für die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe im Südlibanon. Eine solche Truppe müsse allerdings «sehr stark» sein und «die Rolle der schwachen libanesischen Armee übernehmen können», sagte Umweltminister Gideon Esra im Fernsehen.

So müsse das Mandat der Truppe umfangreicher sein als jenes der seit 1978 an der israelisch-libanesischen Grenze stationierten UNO- Beobachtertruppe UNIFIL.

Ezra sagte weiter, die UNIFIL sei in der Vergangenheit nur ein «Hindernis» gewesen für Israel beim Versuch, sich gegen Raketenbeschuss aus Libanon zu verteidigen. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte gesagt, dass er eine solche grössere und mit mehr Kompetenzen ausgestattete Truppe anstrebe.

86 Prozent für Angriffe

Eine deutliche Mehrheit der Israelis unterstützt die Angriffe in Libanon. Nach einer Umfrage der Zeitung «Jedioth Ahronoth» halten 86 Prozent das Vorgehen des israelischen Militärs für gerechtfertigt.

58 Prozent sind der Ansicht, dass die Offensive fortgesetzt werden sollte, bis Hisbollah-Chef Sajjed Hassan Nasrallah von der Armee getötet wurde. 17 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Kämpfe gestoppt und Verhandlungen aufgenommen werden sollten.

Vergeltung

Israel hatte die Offensive vor einer Woche begonnen, nachdem die libanesische Hisbollah-Miliz acht israelische Soldaten getötet und zwei entführt hatte.

Israel lehnte es inzwischen ab, eine Feuerpause zum Schutz der flüchtenden Ausländer einzulegen. «Wir haben die Israelis gefragt, ob nicht eine kurze Waffenruhe möglich sei, damit Ausländer den Libanon verlassen können», sagte Australiens Aussenminister Alexander Downer.

(fest/sda)

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