Tote und Verletzte bei Wahlkampfveranstaltung im Kongo
publiziert: Dienstag, 18. Jul 2006 / 18:56 Uhr

Rund zwei Wochen vor den Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo ist es in dem zentralafrikanischen Land zum bislang schwersten Gewaltausbruch gekommen.

Der Kongo ist immer noch ein Bürgerkriegsland.
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Nach Behördenangaben starben am Vortag bis zu sieben Menschen im Osten des Landes bei der Wahlkampfveranstaltung eines unabhängigen Parlamentskandidaten. Bewaffnete eröffneten im Ort Mugogo das Feuer und verletzten zahlreiche weitere Menschen. Der Kandidat floh nach Uganda, weil er um sein Leben fürchtete.

Andere Kandidaten der Region erklärten, sie hätten die UNO um Schutz gebeten. Auch in der Hauptstadt Kinshasa nahmen die Spannungen zu: Die Polizei versuchte mit Tränengas, hunderte Demonstranten auseinander zu treiben.

Sie protestierten gegen Unregelmässigkeiten, die es ihrer Meinung nach im Wahlkampf gegeben hat. Augenzeugen zufolge hatten die Demonstranten zuvor randaliert.

Die ersten freien Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kongo seit 40 Jahren sind für den 30. Juli angesetzt. Sie sollen einen Schlussstrich unter den Bürgerkrieg ziehen, bei dem von 1998 bis 2003 rund vier Millionen Menschen ums Leben kamen. Eine Truppe der EU mit 2000 Soldaten soll den Urnengang absichern.

(fest/sda)

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