Totmianina/Marinin vor fünftem Titel in Serie
publiziert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 08:01 Uhr

Zum Auftakt der Eiskunstlauf-EM in Lyon gab es im Eistanzen eine Überraschung.

Tatiana Totmianina und Maxim Marinin sind auf dem Weg zu ihrem fünften Titel. (Archivbild)
Tatiana Totmianina und Maxim Marinin sind auf dem Weg zu ihrem fünften Titel. (Archivbild)
Die Titelhalter Tatjana Nawka/Roman Kostomarow (Russ) beendeten den Pflichttanz lediglich auf Platz 3. Die Schweizer Meister Leonie Krail/Oscar Peter belegen nicht unerwartet den 22. und letzten Zwischenrang.

Im Paarlauf nahmen die russischen Weltmeister Tatjana Totmianina/Maxim Marinin trotz einer kleinen Unsicherheit am Ende ihres Kurzprogramms Kurs Richtung fünftem EM-Titel in Serie. Das letztmals am Grand-Prix-Final im Dezember 2003 bezwungene Duo liegt vor der heutigen Kür 1,97 Punkte vor den WM-Zweiten Maria Petrowa/Alexej Tichonow, die in der Gunst des Publikums vorne lagen. Dass sich nicht wie im vergangenen Jahr drei russische Paare an der Spitze befinden, dafür sorgten die Deutschen Aliona Sawtschenko/Robin Szolkowy.

Die Weltmeister Nawka/Kostomarow mussten sich auf der in Länge und Breite um zwei Meter kleineren Eisbahn im Palais des Sports im «Tango Romantica» den ukrainischen EM-Zweiten und WM-Dritten Jelena Gruschina/Ruslan Gonscharow sowie den litauischen Rückkehrern Margarita Drobiazko/Povilas Vanagas geschlagen geben. Drobiazko/Vanagas, EM- und WM-Dritte 2000, bestreiten ihre ersten internationalen Titelkämpfe seit dem Rücktritt nach den Weltmeisterschaften im März 2002. Die drei Spitzenpaare trennen allerdings nur 0,61 Punkte, sodass für Spannung gesorgt ist.

Krail/Peter zogen beim gemeinsamen EM-Debüt trotz des letzten Platzes ein positives Fazit. «Das war bislang unsere beste Leistung im Pflichttanz, der nicht unser bester Teil ist», so Peter. Die schlechte Klassierung ist für das erst seit Ende 2003 zusammen laufenden Duo kein Problem. Es sei interessant zu sehen, wie gross der Abstand zu den anderen Paaren sei, was es noch zu tun gebe, erklärte Krail.

Für den in Santiago in der Dominikanischen Republik geborenen Peter sind es schon die zweiten Europameisterschaften, nachdem er im Februar 2000 in Wien im Einzel 29. geworden war. Nach je drei 2. und 3. Rängen an Schweizer Elite-Meisterschaften hörte der 24-Jährige im Juli 2003 wegen eines Kapselrisses im Fuss auf. Im November bekam er von Krail die Anfrage, ob er es nicht mit ihr im Eistanz versuchen wolle. Obwohl Peter im Eiskunstlaufen vor allem die Sprünge faszinieren, sagte er zu.

Die 19-jährige Krail begann im Alter von fünf Jahren ebenfalls als Einzelläuferin, bereits mit zwölf wechselte sie jedoch zum Eistanzen. Ihr erster Partner war Marco Fausch. Die von Cornelia Grisinger betreuten Krail/Peter, die beide die KV-Ausbildung an der «UNITED school of sports» in Zürich-Altstetten absolvieren und gemeinsam in Matzingen TG wohnen, trainieren sechsmal wöchentlich zwei bis drei Stunden pro Tag. Im Sommer übten sie während zwei Monaten in Newark, Delaware (USA).

Meier mit guter Startnummer

Sarah Meier wird heute mit der Startnummer 23 in der fünften von sechs Gruppen das Kurzprogramm in Angriff nehmen. «Ich bin zufrieden», kommentierte die 21-jährige Bülacherin, die in die Top 5 will. Im gestrigen Training hinterliess die fünffache Schweizer Meisterin einen starken Eindruck; sie stand in ihrem Programm zur Filmmusik «Finding Neverland» sämtliche Sprünge. Sie fühle sich gut, gab sich Meier locker. Sie sei noch nie so sicher gewesen in den Sprüngen, «nun muss ich sie nur noch im Wettkampf bringen.»

Die zweite Schweizerin, Cindy Carquillat, versucht mit der Nummer 20, sich für die Kür der besten 24 vom Donnerstag zu qualifizieren. Dafür muss die 19-jährige gebürtige Bielerin, die im vergangenen Jahr bei ihrem EM-Debüt Rang 33 erreicht hatte, neun Läuferinnen hinter sich lassen.

Resultate:

Paarlauf. Stand nach dem Kurzprogramm: 1. Tatjana Totmianina/Maxim Marinin (Russ) 68,04. 2. Maria Petrowa/Alexej Tichonow (Russ) 66,07. 3. Aliona Sawtschenko/Robin Szolkowy (De) 64,46. 4. Julia Obertas/Sergej Slawnow (Russ) 62,21. 4. Aliona Sawtschenko/Robin Szolkowy (De) 59,45. 5. Dorota Zagorska/Mariusz Siudek (Pol) 49,53. 6. Rebecca Handke/Daniel Wende (De) 47,81. -- 14 Paare am Start.

Eistanz. Stand nach dem Pflichttanz: 1. Jelena Gruschina/Ruslan Gonscharow (Ukr) 38,82. 2. Margarita Drobiazko/Povilas Vanagas (Lit) 38,34. 3. Tatjana Nawka/Roman Kostomarow (Russ) 38,21. 4. Isabelle Delobel/Olivier Schoenfelder (Fr) 35,66. 5. Galit Chait/Sergej Sachnowski (Isr) 34,79. 6. Federica Faiella/Massimo Scali (It) 33,21. 7. Oksana Domnina/Maxim Schabalin (Russ) 32,69. 8. Sinead Kerr/John Kerr (Gb) 31,96. Ferner: 22. Leonie Krail/Oscar Peter (Sz) 17,80. -- 22 Paare am Start.

(Sascha Fey, Lyon/Si)

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