Tour de France mit erstem Dopingfall
publiziert: Freitag, 11. Jul 2008 / 19:46 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Jul 2008 / 22:00 Uhr

Die Tour de France hat ihren ersten Dopingfall. Der Spanier Manuel Beltran (37) vom Team Liquigas ist am Samstag vor der 1. Etappe positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden.

Hormonstatus und Blutwerte aller 180 Tour-Teilnehmer wurden getestet.
Hormonstatus und Blutwerte aller 180 Tour-Teilnehmer wurden getestet.
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Das bestätigte nach der 7. Etappe die französische Dopingagentur AFLD. Beltran, der im Gesamtklassement mit etwas mehr als drei Minuten Rückstand den 26. Rang belegt hatte, wurde von seinem Rennstall suspendiert.

Einer von Beltrans grössten Erfolgen ist der 1999 errungene Gesamtsieg an der Katalonien-Rundfahrt. Sollte die B-Probe den Test bestätigen, droht dem Routinier eine zweijährige Sperre und seinem Team der Ausschluss aus der Tour. Das Hotel von Liquigas soll bereits von der Polizei durchsucht worden sein.

Der italienischen Equipe gehört auch Michael Albasini an. Der Thurgauer wurde jedoch für die «Grande Boucle» nicht berücksichtigt. Für die nächste Saison hat Liquigas Ivan Basso, der derzeit eine Doping-Sperre absitzt, unter Vertrag genommen.

Unregelmässigkeiten

Ausserdem soll es laut verschiedenen Medienberichten vor dem Tour-Start bei Routine-Kontrollen Unregelmässigkeiten gegeben haben. Den Sachverhalt bestätigte die AFLD in etwa. Sie schrieb in einem Coummuniqué, dass die Vorfälle keine juristischen Folgen hätten. Sie rät den betroffenen Fahrern, sich an die Teamärzte zu wenden, um gesundheitliche Risiken auszuschliessen.

Die Kontrolleure hatten am 3. und 4. Juli vor dem Start in Brest den Hormonstatus und die Blutwerte aller 180 Tour-Teilnehmer getestet. Die Analysen wurden im von der Welt-Anti-Doping- Agentur lizenzierten Labor in Lausanne vorgenommen. Laut der Zeitung «Le Monde» sollen bei den 20 betroffenen Profis jetzt Kontrollen am Ziel vorgenommen werden.

Der deutsche Molekularbiologe Werner Franke bekräftigte derweil, dass er den Tests im Radsport weiter misstraue. «Die Kontroll-Behauptungen sind - wie jedes Jahr - reine Volksverdummung», sagte Franke in einem Interview. Die «grosse Mehrzahl» der Fahrer nähme unerlaubte Mittel.

(smw/Si)

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