Toyota: Nach den Unfällen die Pole-Position
publiziert: Samstag, 18. Jun 2005 / 21:12 Uhr

Die Sauber-Fahrer Felipe Massa und Jacques Villeneuve nehmen den Grand Prix der USA in Indianapolis von den Startplätzen 10 und 12 in Angriff. Die Pole-Position sicherte sich der Italiener Jarno Trulli im Toyota.

Jarno Trulli startet morgen trotz Reifen-Sorgen aus der Pole. (Bild: Archiv)
Jarno Trulli startet morgen trotz Reifen-Sorgen aus der Pole. (Bild: Archiv)
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Massa und Villeneuve haben sich mit ihren Leistungen im Qualifying erneut eine gute Ausgangsposition geschaffen, um am Sonntag in die Punkteränge zu fahren. Die Rundenzeiten des Brasilianers und des Kanadiers lagen nur 13 Hundertstel auseinander, so dass davon ausgegangen werden kann, dass beide mit der gleichen Strategie, das heisst mit ähnlichen Benzinladungen, ins Rennen gehen werden.

Dank Trullis Pole-Position sorgte Toyota einen Tag nach dem schweren Unfall von Ralf Schumacher und dem Zwischenfall mit Ricardo Zonta, dem im Infield ebenfalls der linke Hinterreifen geplatzt war, auch wieder auf sportlicher Seite für Schlagzeilen. Die Bestzeit von Trulli ist umso erstaunlicher, zumal sich der in Pontresina wohnende Italiener nach dem Vorfällen am Freitag im Auto nicht ganz sicher fühlte.

"Wenn man nicht weiss, wo das Problem liegt, macht sich eine gewisse Unsicherheit breit", sagte Trulli, der zum dritten Mal vor einem Grand Prix zuvorderst in der Startaufstellung steht. Gleiches hatte er im vergangenen Jahr in Monaco und Belgien geschafft. In Indianapolis entschied Trulli das Duell um den besten Startplatz gegen den dreifachen Saisonsieger Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes um 69 Tausendstel für sich.

Sinnloses Training wegen Reifen

Nach Ralf Schumachers Unfall war das freie Training am Samstagmorgen zur Farce verkommen. Die mit Michelin-Reifen ausgestatteten Teams waren von ihrem französischen Partner angewiesen worden, mit den schon am Freitag benutzten Pneus aus Sicherheitsgründen lediglich das Infield zu befahren und insgesamt nur zehn Runden zu drehen.

Dem Abschnitt des Ovals mit der erhöhten Kurve vor Start und Ziel wichen die Fahrer über die Boxengasse aus. Die Massnahme war notwendig geworden, weil Michelin den Grund für die (identischen) Reifenschäden an den Toyota-Autos mit Ralf Schumacher und Zonta vor Ort nicht zu eruieren vermochte.

Michelin erlebt ein düsteres Wochenende

Noch vor dem Qualifying ging das Gerücht, Michelin hätte seinen Partnerteams empfohlen, auf den Start am Grand Prix zu verzichten, sollte die Ursache für die beiden Unfälle innert nützlicher Frist nicht geklärt werden können. Michelin stellte zudem in Aussicht, im Hinblick auf das Rennen aus dem Werk in Clermont-Ferrand neue, den Anforderungen genügende Reifen einfliegen zu lassen. Will das französische Unternehmen diese Pneus zum Einsatz bringen, bräuchte es allerdings die Zustimmung der FIA und von Konkurrent Bridgestone.

Gemäss Reglement dürfen nur Reifen aufgezogen werden, welche die Hersteller vor dem ersten freien Training den Teams zur Verfügung stellen. Charlie Whiting, der ständige Renndirektor des Verbandes, schob den Spekulationen fürs erste den Riegel. "Wenn die Teams vor dem Rennen die Reifen wechseln, sind sie nicht startberechtigt", stellte Whiting klar.

Die Startaufstellung:
1 Jarno Trulli (It), Toyota, 1:10,625. 2 Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 0,069. 3 Jenson Button (Gb), BAR-Honda, 0,652. 4 Giancarlo Fisichella (It), Renault, 0,665. 5 Michael Schumacher (De), Ferrari, 0,744. 6 Fernando Alonso (Sp), Renault, 0,755. 7 Rubens Barrichello (Br), Ferrari, 0,806. 8 Takuma Sato (Jap), BAR-Honda, 0,872. 9 Mark Webber (Au), Williams-BMW, 0,902. 10 Felipe Massa (Br), Sauber-Petronas, 0,930.

11 Juan Montoya (Kol), McLaren-Mercedes, 1,056. 12 Jacques Villeneuve (Ka), Sauber-Petronas, 1,066. 13 Ricardo Zonta (Br), Toyota, 1,129. 14 Christian Klien (Ö), Red Bull-Cosworth, 1,507. 15 Nick Heidfeld (De), Williams-BMW, 1,805. 16 David Coulthard (Gb), Red Bull-Cosworth, 2,057. 17 Tiago Monteiro (Por), Jordan-Toyota, 2,837. 18 Christijan Albers (Ho), Minardi-Cosworth, 3,007. 19 Narain Karthikeyan (Ind), Jordan-Toyota, 3,151. 20 Patrick Friesacher (Ö), Minardi-Cosworth, 3,869.

(mo/Si)

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