Tradition oder Menschenleben
publiziert: Montag, 24. Jan 2011 / 11:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Jan 2011 / 11:58 Uhr
Garant der Freiheit oder Tradition ohne Bezug zur heutigen Welt: Sturmgewehr in der Wohnung
Garant der Freiheit oder Tradition ohne Bezug zur heutigen Welt: Sturmgewehr in der Wohnung

Es gibt selten Initiativen, die eine solche Emotionalisierung hervorrufen, wie es jene für den «Schutz vor Waffenmissbrauch» tut. Die Debatte dreht sich dabei am wenigsten um den Inhalt der Initiative sondern viel mehr um die Identität der Schweiz.

4 Meldungen im Zusammenhang
Weiterführende Links zur Meldung:

Geschichte des Aufbewahrungsorts der Dienstwaffe
Die Allgemeine schweizerische Militärzeitschrift zum Aufbewahrungsort der Dienstwaffen in der Geschichte der Schweiz
retro.seals.ch

Wer den Initiativ-Text liesst, findet gegenüber der momentanen Praxis eigentlich vor allem einen Unterschied. Die Pflichteinlagerung der Dienstwaffen im Zeughaus. Jäger, Sportschützen werden weniger, Sammler ein wenig mehr betroffen. Die Formulierungen im Initiativ-Artikel sind dabei so vage gehalten, dass bei der Ausarbeitung der Gesetze im Falle einer Annahme fast jeder Interessensgruppe ein Zugeständnis gemacht werden kann.

Vermutlich hätte danach ein Uzi- und MAC-10-Sammler schwerere Zeiten bevorstehen aber am Ende dürfte die Initiative für jene, die keine Dienstwaffe zu Hause haben, relativ wenig Konsequenzen haben: Die Jäger- und Schützenlobby ist im Parlament immer noch stark vertreten und würde die vorgegebene Interpretationsspannweite so weit wie möglich ausnützen.

Die Killerplakate der Initiativ-Gegner gehen auch meilenweit am Thema vorbei: In der Schweiz sollte das Gewaltmonopol (und so auch Waffenmonopol) vor allem beim Staat und der Polizei liegen. Dass Verbrecher mit der Armeewaffe in die Flucht geschlagen und vertrieben werden, ist, wenn man die Berichterstattung anschaut, nicht etwas, das in der Regel vorkommt.

So geht es um die Normalität des bewaffneten Bürgers, darum, ob es Regel oder Ausnahme sein soll, dass ein Staatsbürger über eine Schusswaffe verfügt. Vor dem Hintergrund der Miliztradition der Schweiz ist dies eine wichtige Frage. Doch die Initiativ-Gegner operieren hier mit Argumenten, die einst – zumindest hier – gar nicht im Zentrum standen.

«Ein Staat, der seine Bürger entwaffne, traue diesen nicht», wird zum Teil als zentrales Problem präsentiert. Wobei dies nicht der Hintergedanke gewesen ist, als 1874 aus dem dienstpflichtigen Mann ein «Wehrmann» wurde (zuvor gab es kantonal unterschiedliche Regeln). Als 1890 die «Notmunition» eingeführt wurde, musste diese übrigens kurze Zeit später wieder eingezogen werden, weil es zu vielen Zwischenfällen (wie Suiziden) kam. Erst 1939 wurde unter dem Eindruck der steigenden internationalen Spannungen wieder Taschenmunition ausgegeben.

Im Zentrum stand dabei immer die möglichst gute Verteidigung gegen aussen während der Zeit der grossen Infanterieheere. Dies verwandelte sich während des kalten Krieges allerdings eher zu einer psychologischen Stütze. Bei all dem fand sich niemals und nirgends eine Andeutung, dass es darum ging, den eigenen Staat im Zaum zu halten und die Schusswaffe im Haus als eine politische Sicherung anzusehen.

Diese Art der Argumentation ist nicht so sehr schweizerisch als amerikanisch und wird dort mit dem Verweis auf die revolutionär-blutige Geschichte des Landes verwendet, obwohl auch in Amerika sich die Welt mindestens so stark gewandelt hat, wie hier. Denkt man die Argumentation zudem bis an das – es handelt sich ja um Schusswaffen – unweigerlich blutige Ende durch, so wird damit argumentiert, dass die Möglichkeit eines Bürgerkrieges erhalten werden müsse. Doch Bürgerkrieg weshalb und wogegen? Gegen das Resultat einer Volksabstimmung, einer Wahl oder gegen irgendwelche Behördenentscheide? Die Waffe statt des freien Wortes als Argumentationshilfe sollte in einer funktionierenden Demokratie nicht einmal angedacht werden.

Die Zeit der europäischen Territorialkriege scheint vorbei zu sein und damit auch die Notwendigkeit eine Armeewaffe im Kleiderschrank zu haben. Emotionslos betrachtet überwiegen die Risiken durch Suizid und mögliche Gewalttaten den sicherheitspolitischen Nutzen. Dabei dürfte die Zahl der Gewalttaten bei einer Annahme nur in geringem Masse zurück gehen, was aber lediglich demonstriert, wie gering der Nutzen der Waffe im Haus objektiv gesehen ist.

Deshalb muss der Stimmbürger vor allem eines entscheiden: Was ist die Schweiz? Eine funktionierende Demokratie, die auch geliebte Traditionen über den Haufen zu werfen gewillt ist, wenn sich diese überlebt haben, oder eine, die ihre Identität aus einer verklärten Vergangenheit speist, die es so schon lange nicht mehr gibt und jedes Jahr einer Handvoll Menschen das Leben kostet?

(Patrik Etschmayer/news.ch)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 14 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jeder zweite erschiesst sich mit einer Armeewaffe. Dies hat Dr. med. ... mehr lesen 23
Armeewaffen dienen oft als Hilfsmittel für Suizid.
Polizeiwaffe.
Bern - Der Vorstand der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten hat beschlossen, sich nicht zur Waffenschutzinitiative zu äussern. Es handle sich um ein «politisches und ... mehr lesen
Bern - Wenn die Armeewaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürften, ... mehr lesen
Die Waffeninitiative gefährde Schweizer Werte, sind die bürgerlichen Parteien überzeugt. (Symbolbild)
Persönliche Dienstwaffe in einem Privathaushalt in der Schweiz.
Zürich - Die CVP des Kantons Zürich ... mehr lesen 2
Zum Recht
Die Mehheit der Schweizer braucht auch keine grossen Hunde zu Hause, die mich ins Bein oder Kinder beissen. Trotzdem finde ich Sie dürften einen Hund haben.

Trotzdem, für mich braucht es keine Hunde.
Es trifft alle legalen Waffen... ILLEGALE Waffen werden von der Initiative nicht belangt
Leider trifft die Initiative nur die legalen Waffen. Illegale werden gar nicht belangt.

Der Schweizerische Friedensrat hat erhoben, dass in 80% der Fälle illegale Waffen verwendet wurden und nicht Armeewaffen!
Es trifft alle und somit nicht die falschen.
ich bin beeindruckt. Ich weiss zwar nicht was ein eidgenössisdches Schützenfest mit der Initiative zu tun hat, aber sie werden es mir bestimmt erklären.

Die Initivative nimmt keinem eine Waffe weg, die Ihm gehört. Armeewaffen gehören der Armee.

Für Sie von mir ein wuchtiges "Initiativen-Text Lesen.
Es leben die Politik lügen. Wenn ich so einen Text lese, dann frage ich mich ob wir die Bevölkerung überhaupt noch über Sachvorlagen abstimmen lassen sollen.
Waffenschutz initiative trifft die Falschen...
Wir Schützen behandeln unsere Geräte mit entsprechenden Respekt. Das wir damit umgehen können ist zweifelsfrei erwiesen. Beispiel gefällig ?

Am Eidgenössischen Schützenfest 2010 in Aarau nahmen 45 000 Schützen teil mit insgesamt 55 000 Pistolen und Gewehren. Verschossen wurden 1,5 Millionen Patronen - alles unfallfrei, missbrauchsfrei, schlägereifrei, polizeifrei, krawallfrei, gewaltfrei - aber eben frei.

Es ist nur so, dass wenn jemand kommt und Ihnen Ihr Mountain Bike wegnehmen will (dass CHF 10'000.- gekostet hat und welches sie liebevoll pflegten) hätten Sie auch keine Freude.

Die ehrlichen Bürger werden entwaffnet, die illegalen Waffen werden durch die Initiative nicht belangt.

Darum ein wuchtiges Nein in die Urne.
Ist es ein recht eine Waffe zu hause zu haben?
Ein Grundgesetz? Wo steht so etwas? Nirgends.
Braucht es Schusswaffen zu Haue?
Eine Initiative um sehr wenig. Die bringt nicht sehr viel und ebensoviel schadet sie irgend einem.

Die nächste Initiative um nichts, wird dann wieder von der SVP kommen. Das schöne daran ist, dass die Bevölkerung darüber gross diskutiert und die Wahlbeteilung sehr hoch sein wird.
Mein Liebungsspruch der Initiativen-Gegner: Es geht hier ums Prinzip.

Danach hoff ich, dass sich die Politik wieder um die wichtigen Dinger kümmtert. Die Hoffung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Mein Lieblingspruch der Befürworter, ist der Titel der Initiative.

Willkommen bei der politischen Volksverdummung.
Ich werde für die Initiative Stimmen, weil es keine Schusswaffen zu Hause braucht, zumindest für die Mehrheit der Schweizer. Vieleicht bewirkt die Initiative um Weg, dann doch ein kleines bisschen.
Annabelle lancierte 2006 die Petition „Keine Schusswaffen zu Hause“
Die Frauenzeitschrift Annabelle lancierte 2006 die Petition „Keine Schusswaffen zu Hause“. Die eidgenössischen Räte reagierten auf diese Petitionen nicht, sie verschwand in der Schublade. Auch deshalb wurde 2007 die Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ von 35 Gruppierungen lanciert.

Ein griffigeres Waffenrecht einzuführen gelang früher nicht, obwohl das Volk schon 1993 mit 86,3% Ja Stimmen einem entsprechenden Verfassungsartikel zugestimmt hatte. Im Jahr 2000 verlangte der Kanton Genf mit einer Standesinitiative eine Verschärfung der Feuerwaffengesetzgebung, da sich seit 1993 nichts bewegt hatte. 2006 reichte der Schweizerische Friedensrat eine Petition ein, auch diese Petition mit tausenden Unterschriften ignorierte Bern.

Im Falle von Sprengstoff hatte man früher, wie heute bei Gewehren und Pistolen, auch eine laisser-faire Situation. Als wir 1966 vom Service Civil International in Fanas eine Milchpipeline bauten war Sprengstoff noch ohne weiteres erhältlich. Köbi Haag, ein Bauer aus Fanas, der mit uns arbeitete, sprengte grosse Felsen jeweils mit dem Plastiksprengstoff Cheddit weg. Früher war Sprengstoff für fast jedermann relativ leicht zu beschaffen. Ich sehe jetzt noch die Verwüstungen die ein Sprengstoffanschlag im Hauptbahnhof von Zürich vor etwa 40 Jahren angerichtet hatte. Ein über seine Firma erboster Bauarbeiter hatte damals auf der Baustelle Sprengstoff mitgenommen und gegen Mitternacht in einem Schliessfach des Hauptbahnhofes Zürich zur Explosion gebracht. Die Explosion hinterliess riesige Schäden, aber zum Glück wurde niemand verletzt. Später wurde das Sprengstoffgesetz verschärft. Bauern konnten nicht mehr so einfach Felsen und Wurzelstöcke gefällter Bäume wegsprengen. Unter dem Eindruck von Terroristen wie der Baader-Meinhof-Gruppe, den Brigate Rosse und jurassischen Separatisten führte der Bund 1980 eine Ausweispflicht und den Erwerbsschein für Sprengstoff ein.

Mit der moderaten Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» soll nun das Risiko, dass Menschen sich oder andere mit Waffen gefährden, eingeschränkt werden. Das Volksbegehren verlangt, dass Armeewaffen im Zeughaus gelagert werden. Die Initiative fordert auch eine zentrale und nationale Erfassung aller Feuerwaffen in einem Register, wie dies in der Schweiz bereits für Hunde und Kühe eingeführt wurde. Der Waffenselbstbedienungsladen Schweiz soll mit dieser Initiative, besonders auch für Kriminelle, geschlossen werden. Das heutige laisser-faire Waffenrecht wird verschärft, wie 1980 bei Sprengstoff und schon früher bei Giften.
Das ist Verfassungswidrig
Sie wollen also die Unschuldsvermutung aushebeln?
Ein Rechtsstaatliches Grundprinzip wollen Sie abschaffen?
Es gibt eine einfache gegen-Gegenüberlegung:
Der Unbeherrschte muss zuerst eine Straftat begehen bevor er vorbestraft ist und keine legalen Waffen mehr haben darf.
Es gibt eine einfache Gegenüberlegung:
Unbeherrschte Menschen greifen schnell zu Gewalt, sind deshalb meist vorbestraft. Wer Vorbestraft ist, kann keine legalen Waffen mehr haben.

Da reicht schon eine Drohung, oder ein Anzeichen für eine Gefahr für sich selbst oder andere.

Sie wollen also alle Schützenhäuser Polizeilich rund um die Uhr bewachen lassen? Könnte etwas teuer werden. Die Schweiz ist eins der sichersten Länder in Europa. Wohl sogar wegen den vielen Waffen. Bewaffnete Opfer sind einfach nicht so praktisch.
Es gibt eine einfache Überlegung:
Wo eine Waffe in Reichweite ist, da ist es bei unbeherrschten Menschen nicht weit bis zum Benutzen dieser Waffe - Affekthandlungen sind bei solchen Menschen nie ganz auszuschliessen.

DARUM: Waffen gehören ins Zeughaus oder ins überwachte Schützenhaus!
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
«Hier hätte ich noch eine ...
In den USA ist bei einer Frau mit Harnwegsinfektion zum ersten mal ein Bakterium aufgetaucht, das gegen das letzte Reserve-Antibiotikum resistent ist. Wer Angst vor ISIS hat, sollte sich überlegen, ob er seinen Paranoia-Focus nicht neu einstellen will. Denn das hier ist jenseits aller im Alltag sonst verklickerten Gefahren anzusiedeln. mehr lesen 4
Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle laut einem Geheimplan daher ein volksnaher ... mehr lesen
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Urversion von IBM's Supercomputer WATSON: Basis für 'ROSS'... und unsere zukünftigen Regierungen?
Eine renommierte US-Kanzlei stellt einen neuen Anwalt Namens Ross ein. Die Aufgabe: Teil des Insolvenz-Teams zu sein und sich durch Millionen Seiten Unternehmensrecht kämpfen. Und nein, ROSS ist kein armes Schwein, sondern ein ... mehr lesen  
In letzter Zeit wurden aus Terrorangst zwei Flüge in den USA aufgehalten. Dies, weil Passagiere sich vor Mitreisenden wegen deren 'verdächtigen' Verhaltens bedroht fühlten. Die Bedrohungen: Differentialgleichungen und ein Telefongespräch auf Arabisch. Sollten Sie also in nächster Zeit in den USA unterwegs sein, hier ein paar Tipps fürs problemlose Reisen. mehr lesen  
Typisch Schweiz Der Bernina Express Natürlich gibt es schnellere Bahnverbindungen in den Süden, aber wohl ...
saleduck.ch, Logo
Shopping «Wär hetts erfunde?» Zwei Jahre nach der Gründung erhält Saleduck.ch eine neue Plattform und wird zu einer Deal Community. Neben einem neuen Layout bieten sich auch für Netzwerke und Advertiser viele ...
Erstaunliche Pfingstrose.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Frauenrechtlerin Ada Wright in London, 1910: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -4°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Basel -4°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen -4°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -5°C 1°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern -4°C 2°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Genf -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten