Traditionelle Werte hoch im Kurs
publiziert: Donnerstag, 17. Apr 2008 / 13:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Apr 2008 / 15:27 Uhr

Zürich - Traditionelle Werte haben bei den Familien in der Schweiz nach wie vor einen hohen Stellenwert. Bei der Erziehung der Kinder sind Selbständigkeit und Selbstbewusstsein wichtiger geworden als frühere Tugenden wie Gehorsam oder Bescheidenheit.

Die Hälfte der Erziehenden stösst oft an ihre Grenzen.
Die Hälfte der Erziehenden stösst oft an ihre Grenzen.
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Dies geht aus dem ersten «Familienmonitor» der Zeitschrift «Beobachter» hervor, welche in Zürich vorgestellt wurde. Das Forschungsinstitut gfs.bern hatte dazu im Januar 1016 erwachsene Personen in der Schweiz befragt.

Die Familie als Lebensform sei von der Gesellschaft nach wie vor uneingeschränkt akzeptiert, sagte gfs-Leiter Claude Longchamp. Ein «einheitliches Familienverständnis» gebe es aber nicht mehr. Zwar sei die «klassische Familie» mit dem Vater als Alleinernährer nach wie vor verbreitet. Immer häufiger entschieden sich jedoch beide Elternteile für die Weiterführung der Berufsarbeit.

Karriere oder Familie

Die Polarität zwischen «Kinder haben» und «berufliche Karriere» scheine unüberbrückbar und berge das grösste Konfliktpotential, betonte Longchamp. Gemäss dem «Familienmonitor» entscheiden sich unverändert mehr Frauen als Männer für das Lebensziel «Kinder haben».

Bei den jüngeren Altersgruppen sei der berufliche Erfolg als Lebensziel verbreiteter, in städtischen Gebieten noch mehr als in ländlichen, heisst es in der Studie. Unter den befragten kinderlosen Erwachsenen gaben 37 Prozent an, gar nie einen Kinderwunsch gehabt zu haben.

Befindlichkeit überrascht

Der Blick auf die Befindlichkeit der Eltern sei insofern überraschend ausgefallen, als traditionelle Werte wie Liebe, Verantwortung oder Verständis die wichtigste Rolle innerhalb der Familie spielten, heisst es in einer Mitteilung des «Beobachters». Die Familie selbst gelte als Ort der Geborgenheit und Sicherheit.

Bei den Erziehungszielen nimmt gemäss dem «Familienmonitor» die Ausbildung eines ehrlichen Charakters den höchsten Stellenwert ein. Hingegen würden frühere Tugenden wie Bescheidenheit, Gehorsam und Ordentlichkeit relativ schwach gewichtet. An ihre Stelle traten die Erziehung zu Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein.

Gemäss der Studie haben 61 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz eigene Kinder. Zwei Drittel der Befragten gaben an, erst durch Kinder bekomme das eigene Leben einen Sinn. Fast die Hälfte räumte jedoch ein, bei der Erziehung der Kinder manchmal oder gar oft an Grenzen zu stossen.

(ht/sda)

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