Traktoren verursachen weniger Feinstaub
publiziert: Donnerstag, 29. Mrz 2007 / 21:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 29. Mrz 2007 / 21:40 Uhr

Bern - Landwirtschaftliche Maschinen stossen viel weniger Feinstaub aus, als bisher angenommen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat seine Zahlen für den Krebs erregenden Dieselruss um zwei Drittel nach unten korrigiert.

Traktoren werden heute weniger benutzt.
Traktoren werden heute weniger benutzt.
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Gemäss den Modellrechnungen stösst die Landwirtschaft rund 400 Tonnen Dieselruss pro Jahr aus, wie das BAFU mitteilte. Das sind rund 700 Tonnen weniger als das Bundesamt bisher annahm. Dieselruss ist eine besonders gefährliche Art von Feinstaub.

Die früheren Berechnungen des Bundes stammen aus dem Jahr 1996 und hatten im feinstaubreichen Winter 2005/06 den Zorn der Bauern erregt. Die Landwirte zweifelten daran, dass den Auspuffen landwirtschaftlicher Maschinen rund ein Drittel allen Dieselrusses der Schweiz entströmen sollte.

Das Bundesamt datierte danach die Zahlen auf - in Zusammenarbeit mit Experten aus der Fahrzeugindustrie, der Forschungsanstalt EMPA sowie der Landwirtschaft. Dass der Ausstoss viel tiefer liegt, als bisher angenommen, hat laut BAFU verschiedene Gründe.

Einführung 2003

Die Einführung von EU-Abgasnormen im Jahr 2003 in der Schweiz und die damit einhergehende technische Verbesserung der Motoren senkten den Ausstoss deutlich. Zudem werden die Traktoren weniger benutzt, als 1996 angenommen: Die durchschnittliche jährliche Betriebsdauer eines Traktors wurde für die Berechnungen um ein Drittel gesenkt.

Wie gross der Anteil der landwirtschaftlichen Maschinen am gesamten Dieselrussausstoss in der Schweiz nun ist, lässt sich laut BAFU momentan nicht sagen. Zuerst müssten die Modellrechnungen für andere Maschinenkategorien vorliegen, etwa für Baumaschinen, Industrie, Forstwirtschaft und Schiffe.

Mit 400 Tonnen liegen die landwirtschaftlichen Maschinen aber in der gleichen Grössenordnung wie die Lastwagen, die 413 Tonnen Dieselruss pro Jahr ausstossen. Das Bundesamt betont denn auch, dass die neuen Zahlen die Landwirtschaft nicht von der Pflicht entbinden, wie die anderen Verursacher weiter zur Senkung des Ausstosses beizutragen.

(dl/sda)

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