Transrapid-Unglück vermutlich wegen menschlichem Versagen
publiziert: Sonntag, 24. Sep 2006 / 19:55 Uhr

Lathen - Menschliches Versagen hat vermutlich den Unfall der Magnetschwebebahn Transrapid in Niedersachsen mit 23 Toten ausgelöst.

Politiker warnten davor, vorereilig über die Zukunft der Transrapid-Technik zu urteilen.
Politiker warnten davor, vorereilig über die Zukunft der Transrapid-Technik zu urteilen.
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Es gebe keine Hinweise auf einen technischen Defekt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Alles deute darauf hin, dass die Mitarbeiter der Leitstelle dem Transrapid am Freitagmorgen freie Fahrt gaben, obwohl noch ein Werkstattwagen auf der Strecke stand. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung in 23 Fällen. 10 Menschen hatten das Unglück verletzt überlebt.

Nach den bisherigen Ermittlungen bekam der Werkstattwagen nicht wie üblich den Auftrag, in die Parkbucht zurückzukehren. Die beiden Fahrdienstleiter konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht befragen, weil sie unter Schock standen. Der Werkstattwagen sei mit einem GPS- Sender ausgestattet gewesen, über den seine Streckenposition abgelesen werden könne.

Unter den Todesopfern sind nach Angaben der Polizei 21 Männer und zwei Frauen, darunter zehn Mitarbeiter des Stromkonzerns RWE sowie zwei US-Bürger. Sechs Männer und vier Frauen überlebten das Unglück verletzt.

Überlebende

Unter den 31 Menschen an Bord des Zuges waren auch fünf technische Mitarbeiter, darunter drei Zugführer, sowie Besucher aus der Umgebung. Hinzu kommen zwei Arbeiter auf dem Werkstattwagen, die den Zusammenprall überlebten.

In Niedersachsen war die Bestürzung über den Unfall gross. Mehrere hundert Menschen in Lathen, wo die Transrapid-Teststrecke steht, und tausende in der gesamten Region gedachten in Gottesdiensten der Toten.

Technik nicht verteufeln

Politiker warnten unterdessen davor, vorereilig über die Zukunft der Transrapid-Technik zu urteilen. Der deutsche Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee traf sich zu Gesprächen mit Vertretern des Transrapid-Konsortiums um ThyssenKrupp und Siemens sowie mit dem bayerischen Verkehrsminister Erwin Huber.

In der bayrischen Hauptstadt München ist die erste Magnetschwebebahn Europas geplant. Nach dem Treffen in Berlin bestätigte Tiefensee, dass es beim Unglück Sicherheitslücken gegeben habe. Dennoch wolle man am Projekt in Bayern festhalten.

(fest/sda)

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