Traumfinal: Patty Schnyder - Lindsay Davenport
publiziert: Samstag, 19. Okt 2002 / 19:36 Uhr

Si) Patty Schnyder spielt gegen Lindsay Davenport um den Turniersieg. Die Baslerin setzte ihren Höhenflug auch gegen Conchita Martinez fort und trifft nun auf Titelverteidigerin Lindsay Davenport, die Justine Henin bezwang.

Davenport dürfte am Sonntag wegen einer Verletzung am Fuss nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.
Davenport dürfte am Sonntag wegen einer Verletzung am Fuss nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.

17 Stunden nach dem Kräfte zehrenden Dreisätzer gegen Daniela Hantuchova schien Patty Schnyder einen abermals längeren Arbeitstag vor sich zu haben. In der kurzen Zeitspanne hatte sie sich zudem auf das unorthodoxe, nicht mehr zeitgemässe "Zeitlupenspiel" von Conchita Martinez einzustellen. Dass sich der Auftritt dann aber auf ein 6:0, 6:3 in 72 Minuten beschränkte, lag primär an Conchita Martinez. Die Spanierin zeigte vorab im ersten Satz eine desolate Leistung und war im Vergleich zu ihren Vorstellungen an den voran gegangenen Tagen kaum mehr wieder zu erkennen.

Die schnelle Entscheidung allein auf die schwache Conchita Martinez zu beschränken, wäre indes Patty Schnyder unrecht getan. Die Linkshänderin tat das, was sie tun musste, um im achten Duell mit der Spanierin endlich zum zweiten Sieg zu kommen. Sie war vom ersten Punkt an hellwach, wartete geduldig auf ihre Chance und liess sich auch durch den einzigen Serviceverlust zu Beginn des zweiten Satzes nicht aus der Ruhe bringen.

"So locker, wie es aussah, war es aber nicht", sagte Patty Schnyder nach ihrer zweiten Finalqualifikation in diesem Jahr nach Charleston, South Carolina (Niederlage gegen Iva Majoli). "Es braucht unheimlich viel Konzentration, eine solche Spielweise durchzuziehen. Ich versuchte, Conchita nicht in den Rhythmus kommen zu lassen." Nicht nur spielerisch, auch physisch bekundete Patty Schnyder trotz der 2:42 Stunden dauernden Begegnung mit Hantuchova keine Probleme. "Ich habe mich gut gefühlt. Jetzt bin ich für morgen topmotiviert. Ich will nun endlich auch einmal Lindsay schlagen." In fünf Versuchen ist ihr dies bislang noch nie gelungen.

Erst dritte Schweizer Finalistin
Patty Schnyder ist in dem seit 1984 ausgetragenen Turnier erst die dritte Schweizer Finalistin. Martina Hingis hatte im Jahre 2000 triumphiert, nachdem sie 1999 und 1996 im Endspiel gescheitert war. Manuela Maleeva Fragnière sicherte sich die Siegprämie 1993. Im ersten Anlauf fünf Jahre zuvor hatte die gebürtige Bulgarin ebenfalls nicht reüssiert.

Unabhängig vom Ausgang des heutigen Finals hat sich Patty Schnyder in eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Teilnahme am Masters gebracht. In der Jahreswertung wird sie mit den jetzt schon gewonnenen 269 Punkten in jedem Fall unter die ersten 16 vorrücken. Zugelassen sind beim Saisonschlussturnier von Anfang November in Los Angeles die ersten 16. Weil aber zumindest Martina Hingis, die ihre Saison bereits beendet hat, nicht teilnehmen wird, würde schon Platz 17 reichen.

Davenport mit Bänderdehnung
Titelverteidigerin Lindsay Davenport, die am Schluefweg auch schon 1997 und 1998 gewonnen hatte, erreichte mit dem 7:6 (7:2), 7:6 (7:5) gegen Justine Henin auch bei ihrer fünften Teilnahme den Final. Die frühere Weltranglisten-Erste, die nach einer Knieoperation erst im Juli in die Saison gestiegen war, dürfte heute Sonntag allerdings nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein. Am Ende des ersten Satzes gegen Henin zog sie sich eine Verletzung am rechten Fuss zu, die bei einer ersten Untersuchung als Bänderdehnung diagnostiziert wurde.

(ba/sda)

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