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Traumspiel für Krueger, Plüss und Gerber
publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2005 / 08:45 Uhr

Mit Siegen gegen Erzrivale Finnland und Kanada sowie mit zwei WM-Gruppensiegen hat die Ära von Bengt-Ake Gustafsson als Schwedens Nationalcoach perfekt begonnen.

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Eine Niederlage gegen die Schweiz würde wohl aber auch Gustafssons Stuhl schon zum Wackeln bringen. Der Viertelfinal von heute Abend in der Innsbrucker Olympiahalle stellt für verschiedene Leute ein Traumspiel mit Brisanz dar.

Bengt-Ake Gustafsson duelliert sich erstmals als Trainer mit Ralph Krueger, "ohne den ich nie Trainer geworden wäre" (Gustafsson). Martin Gerber kommt zur Revanche gegen Frölunda-Goalie Henrik Lundqvist, gegen den er mit Färjestad den schwedischen Playoff-Final verlor. Und Martin Plüss misst sich mit sieben Göteborger Teamkollegen.

Lehrmeister gegen Zögling

Bengt-Ake Gustafsson (47) ist 17 Monate älter als Krueger; dennoch bezeichnet der ehemalige Langnau-Trainer Krueger als seinen Lehrmeister. Zehn Jahre lang arbeitete Gustafsson zuerst als Spieler, dann als verlängerter Arm (bei Feldkirch) und schliesslich als Assistent (bei der Schweizer Nationalmannschaft bis 2002) mit Krueger zusammen.

Gustafsson: "Als Ralph 1998 sein Engagement in der Schweiz zum Vollamt ausbaute, schlug er mich in Feldkirch als seinen Nachfolger vor. Vorher hatte ich nie daran gedacht, Trainer zu werden. Das wäre das Letzte gewesen, was mir in den Sinn gekommen wäre..."

Freundschaft ruht für 60 Minuten

Auch als Trainer machte Gustafsson seine Sache gut. Im Februar gab er den Job bei Färjestad (Gerber, Jenni) auf, um schwedischer Nationalcoach und Nachfolger von Hardy Nilsson zu werden. Sein Vertrag läuft bis 2007. Mit der kruegerschen Detailliebe bereitete Gus auch den Viertelfinal gegen die Schweiz vor: Gustafsson liess die Schweizer in allen sechs Spielen von Ausbildungschef Tommy Boustedt ausspionieren.

Obwohl sie sich weniger sehen als früher, blieben Gustafsson und Krueger Freunde. "Gute Freunde sogar", so Gustafsson, "wir telefonieren regelmässig. Am Donnerstag ruht aber die Freundschaft." Auch Krueger blickt dem Duell mit seinem einstigen Captain freudig erregt entgegen. Krueger: "Wir kennen uns in- und auswendig. Ich bin sehr gespannt, wer sich jetzt wie gegen den anderen durchsetzt."

Gerbers Schwächen

Eine bedeutende Rolle werden die Torhüter spielen. In Schwedens Playoff-Final hatte Martin Gerber gegen den erst 23-jährigen Henrik Lundqvist von Västra Frölunda klar das Nachsehen. Lundqvist liess in den letzten vier Finalspielen bloss noch ein Gegentor zu (!), Gerber aber 14 (0:5, 1:4, 0:4, 0:1 n.V.). Daniel Alfredsson von den Frölunda Indians: "In den Playoffs zeigten sich Gerbers Schwächen: man muss gegen ihn hoch schiessen!" Auch die Färjestad-Teamkollegen glauben zu wissen, wo der Emmentaler seine Achillesferse hat -- auf der Stockhandseite über dem Beinschoner.

An der WM bot sich jedoch im Vergleich Gerber vs. Lundqvist ein anderes Bild: Martin Gerber zeigte brillante Leistungen und figuriert mit einer Erfolgsquote von 94,67 Prozent in allen Goaliestatistiken unter den Top 5. Henrik Lundqvist dagegen bestritt sämtliche sechs Spiele und kassierte einmal vier (Kanada) und einmal fünf Gegentore (USA). 19 Keeper weisen vor den Viertelfinals an der WM bessere Quoten aus als Lundqvist.

Eine Hoffnung für die Schweizer: Ausgerechnet gegen die USA, die so spielten, wie das auch die Schweizer tun werden (defensiv, auf Konter ausgerichtet), lieferte Schweden das schwächste Turnierspiel ab (1:5).

Plüss: "Spezielles Spiel"

Martin Plüss, der sich diese Saison als Center bei Frölunda ein gutes Bild vom schwedischen Eishockey machte, warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen: "Wir haben nur zu eine Chance, wenn wir auf dem höchsten Niveau spielen und zudem das Spiel für uns läuft. Die Schweden verfügen über einen sehr guten Torhüter und über viele Klasseleute. Wichtig ist, dass wir keine Geschenke machen und das Spiel auch in ihre Zone verlegen können."

Rund 20 Akteure mit NHL-Erfahrung (unter ihnen Sundin und Forsberg) sagten Coach Gustafsson für die WM ab; den Stamm bilden nun sieben Akteure von Plüss´ Verein Frölunda Indians. Plüss: "Schweden als Viertelfinalgegner passt mir ausgezeichnet. Es ist ein spezielles Spiel für mich, gegen so viele Teamkollegen anzutreten. Auf den Schweden lastet zweifellos ein viel grösserer Druck als auf uns."

Das Programm der WM-Viertelfinals. Donnerstag, 12. Mai. In Wien: Tschechien - USA (16.15), Russland - Finnland (20.15). In Innsbruck: Kanada - Slowakei (16.15), Schweden - Schweiz (20.15).

(von Rolf Bichsel, Innsbruck/Si)

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