Travail.Suisse fordert 400 Mio. für sozialen Ausgleich
publiziert: Montag, 11. Feb 2008 / 15:55 Uhr

Bern - Vier Jahre nach dem Volksnein zur 11. AHV-Revision nimmt das Parlament einen neuen Anlauf, voraussichtlich im März. Die Gewerkschaften möchten, dass sich auch Personen mit einem niedrigen Einkommen eine vorzeitige Pensionierung leisten können.

Die tieferen Einkommensgruppen sollen vereinfacht in die Rente gehen können.
Die tieferen Einkommensgruppen sollen vereinfacht in die Rente gehen können.
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Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse hat seinen Lösungsvorschlag für die Flexibilisierung des Rentenalters präsentiert. Er basiert auf der Idee eines sozialen Ausgleichs: Bei einer Pensionierung vor 65 Jahren soll die Rente bei tieferen Einkommen weniger stark gekürzt werden als bei höheren Einkommen.

Heute gilt das Rentenalter 65 für Männer und 64 für Frauen. Die Rente kann zwei Jahre vorbezogen werden, doch wird sie dann für die ganze Rentendauer um 6,8 Prozent pro Jahr gekürzt.

Ändern möchte dies neben Travail.Suisse auch die Sozialkommission (SGK) des Nationalrates. Sie hat ein Modell erarbeitet, wonach die Rentenkürzung von der Höhe des durchschnittlichen Einkommens während der gesamten Beitragszeit abhängen würde. Die Details sind noch offen.

Grundsätzliche Unterstützung

Tavail.Suisse unterstützt das Modell der Kommission grundsätzlich. Damit es die gewünschte sozial- und wirtschaftspolitische Wirkung entfalte, müssten aber genügend Mittel eingesetzt werden, fordert der Dachverband. Nach Ansicht von Travail.Suisse werden 400 Millionen Franken benötigt.

Das Sozialkommission des Nationalrates präsentiert die Details zu ihrem Vorschlag voraussichtlich am Freitag. Das Resultat könnte dereinst als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative «für ein flexibles AHV-Alter» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) vors Volk kommen.

(ht/sda)

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