Konferenz in Islamabad
Treffen für neuen afghanischen Friedensfahrplan
publiziert: Montag, 11. Jan 2016 / 13:15 Uhr
Sartaj Aziz hofft, dass die Gewalt ein Ende nimmt.
Sartaj Aziz hofft, dass die Gewalt ein Ende nimmt.

Islamabad - Vertreter aus Afghanistan, Pakistan, China und den USA haben sich zu Beratungen getroffen, um den festgefahrenen Friedensprozess in Afghanistan wiederzubeleben. Die eintägige Konferenz begann am Montagmorgen in Pakistans Hauptstadt Islamabad.

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Die vier Länder hatten im Dezember beschlossen, einen neuen Friedensfahrplan für Afghanistan zu entwickeln, der die radikalislamischen Taliban an den Verhandlungstisch bringen soll.

Das Treffen werde «die Richtung des neuen Friedensprozesses definieren» sowie «konkrete Aufgaben für alle beteiligten Parteien», sagte Pakistans Aussenberater Sartaj Aziz in seiner Eröffnungsansprache.

«Wir müssen Anreize für die Taliban entwickeln, keine Gewalt mehr anzuwenden.» Das sei aber eine komplexe Aufgabe, warnte er. «Wir sollten keine überzogenen Erwartungen haben.» Aziz sprach sich dagegen aus, für die Aufnahme von Gesprächen mit den Taliban Vorbedingungen zu stellen oder ihnen militärisch zu drohen.

Der Sprecher des afghanischen Regierungsgeschäftsführers Abdullah Abdullah, Dschawed Faisal, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montagmorgen, ein Ziel des Treffens sei es, «eine Liste von gesprächswilligen und gesprächsunwilligen Taliban zu erstellen.»

Keine Taliban-Vertreter

Taliban-Vertreter sind nicht dabei. Nach einem Bericht der pakistanischen «Express Tribune» vom Montag sagten zwei ranghohe Taliban-Kommandeure, dass aus der Bewegung verstossen werde, wer unerlaubt teilnehme.

Die Friedensbemühungen waren im vergangenen Jahr ins Stocken geraten, nachdem die Taliban den Tod ihres Anführers Mullah Mohammed Omar zwei Jahre zuvor publik gemacht hatten. Dies hatte die Extremistengruppe vor eine Zerreissprobe und interne Machtkämpfe gestellt.

In den vergangenen Monaten haben die Islamisten Geländegewinne in der südlichen Provinz Helmand verzeichnet und vorübergehend auch das nordafghanische Kundus unter ihre Kontrolle gebracht.

(sda)

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