Treibhausgase verschärfen Korallensterben
publiziert: Donnerstag, 10. Jul 2008 / 20:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jul 2008 / 22:25 Uhr

Washington - Rund ein Drittel aller Riff bildenden Korallenarten sind derzeit in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Damit hat sich die bedrohliche Lage der Korallen in den vergangen zehn Jahren deutlich verschärft.

Rund ein Drittel aller Riff bildenden Korallenarten sind derzeit in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht.
Rund ein Drittel aller Riff bildenden Korallenarten sind derzeit in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht.
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
6 Meldungen im Zusammenhang
Dies berichtet ein internationales Forscherteam nach der Untersuchung von mehr als 700 Korallenarten im Journal «Science» (online vorab). Die Hauptursache für diese Entwicklung sehen die Wissenschaftler in den von Menschen produzierten Treibhausgasen.

Diese lassen die Wassertemperaturen ansteigen und die Meere versauern. Lokal würden die Korallen zudem durch Wasserverschmutzung, Überfischung und die starke wirtschaftliche Nutzung der Küstenregionen bedroht.

«Riffbildende Korallen sind stärker bedroht als alle Landlebenwesen mit Ausnahme der Amphibien», sagte Roger McMaus von Organisation Conservation International. Sie seien zudem wie keine andere Gruppe durch den Klimawandel gefährdet.

Verheerende Folgen

«Der Verlust der Korallen hat schwerwiegende Auswirkungen auf Millionen von Menschen, deren Existenzgrundlage von den Korallenriffen abhängt.»

Insgesamt 231 Arten seien gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Weitere 176 seien potenziell gefährdet.

«Die Ergebnisse sind sehr bestürzend. Wenn Korallen sterben, tun es auch Pflanzen und Tiere, die in Korallenriffen Nahrung und Schutz finden.» Dies könne zum Kollaps dieser Ökosysteme führen.

Der westliche Pazifik habe derzeit den höchsten Anteil an Arten in einer der Kategorien mit erhöhtem Risiko. Verheerend sei die Situation auch in der Karibik, wo der Bestand zweier dominierender Korallenarten, der Geweihkorallen Acropora cervicornis und Acropora palmata, rapide zurückgegangen sei.

(smw/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bremen - Die Frage, wie die sehr produktiven Korallenriffe in ihrer extrem nährstoffarmen Umgebung überleben können, hat ... mehr lesen
Lange war nicht klar, von wo die Korallen ihre Nährstoffe herholen. (Symbolbild)
Santa Barbara - Jede zweite Pflanzen- und Tierart ist vom aktuellen Massensterben betroffen. Das schliessen Ökologen ... mehr lesen
Der Hahnenfuss, ein evolutionärer Einzelgänger.
London - Die bunten Papageienfische könnten die Retter der karibischen Korallenriffe werden. Zu diesem Schluss kommen Forscher ... mehr lesen
Der Papageienfisch wird zum Hoffnungsträger.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung Ihrer Klimastrategie und zeichnen Sie mit dem SwissClimate CO2e-Label aus.
Das Ziel ist weniger Treibhausgase in der Luft.
Das Ziel ist weniger Treibhausgase in der Luft. ...
Schweiz hat Ziel vor Augen  Bern - Für seine Klimaschutz-Ziele erntet der Bundesrat wenig Applaus. Diese seien Gift für den Wirtschaftsstandort Schweiz, wettert die SVP. Auch die Wirtschaft hält die Ziele für zu ehrgeizig. Den Grünen und Umweltschutzverbänden wiederum gehen die Ziele zu wenig weit. 
Klimaschutz-Rating: Schweiz fällt aus den Top Ten Zürich - Die Schweiz ist beim Klimaschutz nicht mehr in den Top Ten: Wie das Klima-Länderrating 2015 ...
Kein einziges Land tue genügend für den Klimaschutz, so der WWF.
Etschmayer Eigentlich kann der Autor froh sein: 2022 wird er die sommerlichen Innenstädte - wie es aussieht - weitgehend Fussballfrei geniessen können, da die Fussball-WM in diesem Jahr ... mehr lesen  
Sepp-Blatter: Präzedenzfall für Winter-WM geschaffen?
FIFA-Exekutivmitglied entlastet Das belgische FIFA-Exekutivmitglied Michel D'Hooghe ist vom Korruptionsvorwurf im Zusammenhang mit den WM-Vergaben 2018 ...
Die Ethik-Kommission der FIFA stellte keine Verstösse fest.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2828
    Die... Bürger, die mit der Pegida demonstrieren, haben Sorgen. Es sind die ... Mi, 31.12.14 15:59
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2828
    Es... ist zumindest erfreulich, dass die Thematik die alle betrifft, ... Di, 16.12.14 21:15
  • jorian aus Dulliken 1568
    Klimaschutz?!? Wollt ihr das Klima schützen müsst ihr sofort die Stromsparlampen ... So, 07.12.14 08:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1203
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 60
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1203
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 60
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1568
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
Melanie Weisser ist Doktorandin in der molekularen Strukturbiologie an der ETH Zürich
ETH-Zukunftsblog Lokales Küstenmanagement in Madagaskar In Madagaskars Südwesten wächst der Druck auf die ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich -1°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 0°C 6°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen 1°C 8°C bewölkt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Bern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 4°C 10°C bedeckt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten