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Treibstoffverbrauch soll dringend gesenkt werden
publiziert: Donnerstag, 7. Aug 2008 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Aug 2008 / 12:51 Uhr

Zürich - Die Schweiz sollte sich schon heute auf mögliche Versorgungsengpässe bei Treibstoffen einstellen. In einer Studie fordert die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) griffige Massnahmen zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs.

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57 Prozent der verbrauchten Energie in der Schweiz beruht auf Erdöl.
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Immer deutlicher zeichne sich ab, dass die Erdölproduktion in den nächsten 20 Jahren ihren Zenit erreichen werde, heisst es in der Studie «Erdölknappheit und Mobilität». Die Studie wird Ende August an der Fachhochschule in Yverdon-les-Bains vorgestellt, wie die SATW mitteilte.

Laut SATW ist erst ansatzweise zu erkennen, welche Konsequenzen der Kampf um die begrenzten Ressourcen haben werde. Fest stehe jedoch, dass sich die grossen Erdölfirmen und die geostrategischen Akteure bereits jetzt auf die Zeit nach dem so genannten «Peak Oil» vorbereiteten.

Erdölabhängigkeit überdurchschnittlich stark

Gemäss Studie wird in der Schweiz der Gesamtenergieverbrauch zu 57 Prozent mit Erdöl abgedeckt. Die Erdölabhängigkeit sei damit im Vergleich zu andern Ländern überdurchschnittlich stark.

Verwendet würden Erdölprodukte vor allem als Brenn- und Treibstoffe. Die Schweiz tue deshalb gut daran, sich jetzt schon auf die Versorgungsengpässe im Treibstoffsektor einzustellen und den Erdölverbrauch wo immer möglich zu reduzieren.

Gemäss SATW wäre es grundsätzlich möglich, in der Schweiz bis zu 60 Prozent Treibstoff einzusparen. Die Erfahrungen zeigten jedoch, dass freiwillige Massnahmen und Anreizsysteme kaum Wirkung zeigten.

Ölpreis auf Sinkflug

Der Ölpreis ist seit Wochen im Sinkflug. Heute lag er rund 20 Prozent tiefer als noch Anfang Juli, als er sein Rekordniveau erreichte. Für die Fluggesellschaft Swiss ist dies jedoch kein Grund, ihre Treibstoffzuschläge zu senken, sagt Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel.

Der Sinkflug des Erdölpreises erfreut hingegen Autofahrer und Hausbesitzer. Benzin und Diesel kosten seit dem Höchststand rund 10 Rappen weniger. Auch Heizöl ist deutlich günstiger als noch Anfang Juli.

(fest/sda)

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