Trennung siamesischer Zwillinge zögert sich hinaus
publiziert: Dienstag, 8. Jul 2003 / 07:37 Uhr

Singapur - Wegen unerwarteter Komplikationen hat sich die Operation zur Trennung der siamesischen Zwillingsschwestern in Singapur weiter hinausgezögert.

Die iranischen Zwillinge Laleh und Ladan Bidschani.
Die iranischen Zwillinge Laleh und Ladan Bidschani.
Die Ärzte hätten zwar einen Teil der Gehirne der beiden am Kopf zusammengewachsenen 29-jährigen Schwestern freigelegt. Sie seien aber noch nicht an der Basis angelangt, sagte ein Sprecher des Raffles-Spitals am Dienstagmorgen (Ortszeit). Zu dem Zeitpunkt hatten die Chirurgen ursprünglich den Eingriff abschliessen wollen.

Die Operation könnte jetzt bis Mittwoch oder Donnerstag dauern. Die Ärzte arbeiteten sich Millimeter für Millimeter durch das Gewebe, fügte der Sprecher hinzu.

Gehirne stark verbunden

Die Gehirne von Laleh und Ladan Bidschani seien stärker miteinander verbunden als bislang vermutet, sagte der Spitalsprecher.

Dies werde zu einer erheblichen Verlängerung der ursprünglich geplanten Operationsdauer führen. Zudem sei der Blutdruck der iranischen Schwestern instabil.

Die Trennung der Gehirne ist eine der kritischsten Phasen der Operation. Am Montag hatten die Ärzte geschätzt, dass diese Phase des Eingriffs acht bis zehn Stunden dauern werde. Am Dienstagmorgen dauerte der Prozess bereits 17 Stunden an.

Erstmalige Versuch

Die beiden Schwestern sind seit ihrer Geburt vor 29 Jahren an den Köpfen zusammengewachsen. In ihrem Fall wird erstmals versucht, erwachsene siamesische Zwillinge zu trennen.

Das Einsatzteam besteht aus 24 Ärzten und rund 100 Helfern. Zum Team gehören auch zwei Chirurgen der Hirslanden Klinik Aarau.

Unterdessen erklärte sich die iranische Regierung bereit, die noch ausstehenden Kosten von umgerechnet 265 000 Euro für den Eingriff zu übernehmen.

(bsk/sda)

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