Triathlon: Riederer weckt Schweizer Appetit
publiziert: Mittwoch, 3. Dez 2003 / 18:09 Uhr

Am Sonntag endet die vorolympische Triathlon-Saison in Queenstown (Neus) mit den Weltmeisterschaften. Die Schweizer bereiteten sich in Noosa (Au) auf die Titelkämpfe vor und rechnen sich vorab im Männer-Feld Chancen auf Top-Ten-Klassierungen aus.

Schwimmen ist neben Radfahren und Laufen die dritten Disziplin beim Triathlon.
Schwimmen ist neben Radfahren und Laufen die dritten Disziplin beim Triathlon.
Der aufstrebende Sven Riederer, im Vorjahr Europameister und WM-Zweiter in der U23-Kategorie, sowie Schweizer Meister Olivier Marceau haben diese Saison mit mehreren Top-Ten-Klassierungen im Weltcup aufgewartet. An der Olympia-Hauptprobe von Ende Oktober in Athen hatte das Duo gar mit den Plätzen 3 und 4 geglänzt.

Derzeit "nur" die Nummer 3 im Schweizer Männer-Team ist der Ex-Europameister und Olympia-Achte Reto Hug. Der bislang einzige männliche Schweizer Sieger eines Weltcup-Rennens (Lausanne 2002) tastet sich nach gesundheitlichen Problemen erst wieder an die Weltspitze heran. Vierter Schweizer Männer-Teilnehmer ist der SM-Zweite Didier Brocard. Als Topfavoriten gelten Titelverteidiger Ivan Rana aus Spanien sowie der australische Weltranglisten-Erste Greg Bennett.

McMahon gefordert

Für die Schweizer Frauen geht es in Queenstown um das Überwinden der internen Olympia-Qualifikationsrichtlinien. Für Olympiasiegerin Brigitte McMahon und Simone Bürli ist eine Top-30-Klassierung erforderlich, um überhaupt im Schweizer Olympia-Kader 2004 zu verbleiben.

Die dreifache Mutter McMahon geriet in diesem Jahr vorab auch wegen einer privaten Pechsträhne verständlicherweise auch sportlich ins Hintertreffen. Ein Lichtblick bildete Anfang September Rang 9 am Weltcuprennen in Hamburg.

Eine weitere Schweizer Hoffnungsträgerin ist Nicola Spirig. Die Junioren-Weltmeisterin von 2001 und U23-WM-Dritte des Vorjahres hat indes bei der Elite im Gegensatz zu Riederer den Anschluss an die Weltspitze noch nicht herstellen können. Mehr als eine Top-20-Klassierung ist deshalb auch von Spirig nicht zu erwarten.

Für Sibylle Matter dürfte eine erneute Olympia-Teilnahme angesichts ihrer mässigen Weltcup-Resultate kaum mehr in Frage kommen. Die Triathlon-Zukunft der Schweizer Meisterin dürfte auf der Langdistanz liegen, auf der sie vor einem Jahr beim Hawaii-Debüt mit Platz 9 geglänzt hatte.

Die Frauen-Startliste wird von der Weltranglistenersten und WM-Zweiten Barb Lindquist (USA) angeführt. Titelverteidigerin ist die Britin Leanda Cave.

Ausgetragen werden die am Freitag Schweizer Zeit beginnenden WM im Naturschutzgebiet rund um den Lake Hayes. Laut Wetterprognose wird es kühl und regnerisch sein. Das Schwimmen im See wird bei einer Wassertemperatur von rund 16 Grad ausgetragen, während die Lufttemperatur am Nachmittag Ortszeit rund 20 Grad beträgt. "Organisatorisch ist der Wettkampf noch komplex", sagt der Schweizer Nationalcoach Martin Rhyner. "Die beiden Wechselzonen liegen einige Kilometer weit auseinander, das Einchecken muss am Vortag erfolgen."

EM und WM auch 2004

Wie vor vier Jahren werden die Triathlon auch im Olympia-Jahr zum Qualifikations-Abschluss für Olympia nochmals Weltmeisterschaften ausgetragen. Diese stehen am 8. und 9. Mai 2004 auf Madeira (Por) im Programm. Zudem können sich drei Wochen vorher an den Europameisterschaften in Valencia die Titelgewinner ihrem Land jeweils fix einen Startplatz für Olympia 2004 sichern.

Das Maximal-Startplatzkontingent für Athen beträgt drei Athleten pro Land. Die jeweils neun erstklassierten Länder des Frauen- und Männer-Nationen-Rankings können Olympia mit je drei Athleten beschicken. Massgebend für die Ranking-Erstellung ist jeweils der drittbeste Athlet der entsprechenden Nation.

Queenstown (Neus). Triathlon-WM olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen). Das Schweizer WM-Aufgebot. Männer: Reto Hug (Buchs SG), Sven Riederer (Wallisellen), Olivier Marceau (Vallauris/Fr), Didier Brocard (Grandson). -- Frauen: Brigitte McMahon (Baar), Sibylle Matter (Bern), Simone Bürli (Sempach), Nicola Spirig (Winkel).

U23 Männer: Ruedi Wild (Samstagern), Mathias Hecht (Willisau), Alain Maier (Allschwil). -- U23 Frauen: Jessica Diem (Hofstetten) Junioren: Marc Widmer (St. Gallen), Charles Rusterholz (Porrentuy). -- Juniorinnen: Daniela Ryf (Solothurn), Anina Stämpfli (Hindelbank).

Zeitplan (Angaben in MEZ/Ortszeit 12 Stunden voraus). Freitag, 5. Dezember. 19.30 Uhr: Start Juniorinnen. -- 8.15 Uhr: Junioren. -- Samstag, 6. Dezember. U23-Rennen. Frauen: 20.00 Uhr. -- Männer: 22.30 Uhr. -- Sonntag, 7. Dezember: Elite-Rennen. -- 1.00 Uhr: Start Frauen. -- 3.30 Uhr: Start Männer.

(tr/Si)

 
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