Troika zweifelt an Teilen des Athener Sparprogramms
publiziert: Montag, 10. Sep 2012 / 17:24 Uhr
Heute schaltete sich Ministerpräsident Antonis Samaras in die Gespräche ein.
Heute schaltete sich Ministerpräsident Antonis Samaras in die Gespräche ein.

Athen - In Athen laufen die Verhandlungen über das neue harte Sparprogramm auf Hochtouren. Am Montag schaltete sich der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras in die Gespräche mit der Troika ein. Er traf die Führung der Geldgeber-Kontrolleure.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
6 Meldungen im Zusammenhang
Wie es danach aus Kreisen der Regierung hiess, stösst das gut 11,5 Mrd. Euro schwere Sparprogramm bei der Troika von Europäischer Union (EU), Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) teilweise auf Skepsis.

Die Regierung in Athen versucht Rentnern und Arbeitnehmern weitere harte Kürzungen zu ersparen. Dafür soll der Staat verschlankt werden. Nach Angaben des griechischen Finanzministers Ioannis Stournaras suchen Athen und die Troika nach der besten Mischung von Massnahmen.

Die Auszahlung weiterer Finanzhilfen für Griechenland hängt vom Bericht der Troika ab. Vor allem die Höhe der Einnahmen aus der Bekämpfung der Steuerhinterziehung wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur als unsicher eingestuft. Auch Teile des Plans zur Verschlankung des Staates gelten als nicht glaubwürdig. Die Massnahmen, die die Troika als nicht sicher einstuft, werden auf zwei Mrd. Euro geschätzt.

Verhandlungsmarathon

Die Verhandlungen sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Eine Einigung müsse es «so schnell wie möglich» geben, hatte Finanzminister Stournaras Reportern am Sonntag gesagt. Nach dpa-Informationen haben die griechischen Finanzexperten ein Massnahmenbündel im Umfang von etwa 17 Mrd. Euro ausgearbeitet, um für den Fall von Streitigkeiten mit der Troika Alternativen bieten zu können.

Das neue Sparprogramm ist für die Athener Koalition politisch heikel. Vor allem die beiden linken Koalitionspartner fürchten den Preis, den sie zahlen müssen, falls wieder Rentner und Arbeitnehmer die Hauptlasten tragen.

Sollten wie von der Troika verlangt 150'000 Staatsbedienstete gehen müssen, werde die Arbeitslosigkeit, die jetzt schon 24,4 Prozent beträgt, «explosive Dimensionen annehmen», sagte ein hoher Funktionär der Sozialisten der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Am Wochenende hatten tausende Griechen gegen den Sparkurs demonstriert.

Die Gespräche mit der Troika sollen die ganze Woche weitergehen. Am Mittwochabend wollten sich die Koalitionspartner, der Konservative Antonis Samaras, der Sozialist Evangelos Venizelos und der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, erneut treffen. Samaras will zudem am Dienstag nach Frankfurt zu einem Treffen mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi reisen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Dschungelbuch Was tut man mit einem Banker, dessen Aussagen in kältester Berechnung klassischer Herrenmentalität ganze ... mehr lesen 11
Herrenmonetarist in Gestalt eines Buchhalters: Bundesbankchef Weidmann
In Griechenland ist man sich über ein Sparpaket nicht einig.
Athen - Die griechische Regierungskoalition hat am Donnerstag keine Einigung über ein Sparpaket erzielen können. Dieses ... mehr lesen
Athen - Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat um zwei Jahre Aufschub bei den drastischen Sparauflagen für sein ... mehr lesen
Ministerpräsident Antonis Samaras bittet um mehr Zeit für das Sparprogramm.
Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF)
Nikosia - Die Euro-Gruppe lässt Athen noch einen Monat zappeln. Doch ist die Rettung Griechenlands am Freitag einen ... mehr lesen
Athen - Ein neues griechisches Sparprogramm im Volumen von über 11,5 Milliarden Euro liegt in Athen beinahe fertig auf dem ... mehr lesen
Griechenland und Troika wollen über 11,5 Milliarden Euro einsparen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Athen/Thessaloniki - Mehr als 12'000 Menschen haben am Samstagabend in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen ein neues Sparprogramm protestiert. Der anfangs friedliche Protest wurde später überschattet von Ausschreitungen einer Gruppe Autonomer. mehr lesen  6
Jean-Claude Juncker besucht zur Zeit Griechenland.
Jean-Claude Juncker besucht zur Zeit Griechenland.
Griechenland - EU  Athen - Der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Griechen für ihre Reformbemühungen gelobt. Die Sparmassnahmen müssten aber auch fortgesetzt werden, sagte Juncker am Montag nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras in Athen. 
Griechenlands Wirtschaft wächst dank Tourismus Athen - Die Hoffnungszeichen für Griechenland mehren sich: Erstmals nach 2008 hat es im zweiten Quartal ...
Die Touristenzahlen brechen alle Rekorde. (Symbolbild)
Juncker neuer EU-Kommissionspräsident Strassburg/Brüssel - Der Christdemokrat Jean-Claude Juncker übernimmt für die ...
Wegen geplanter Entlassungen  Athen - Aus Protest gegen geplante Entlassungen sind die griechischen Staatsangestellten am ...  
Parlamentsgebäude in Athen.
Griechisches Gericht stoppt Streiks im Energiesektor Athen - Die Gefahr umfangreicher Stromausfälle mitten in der Tourismus-Saison ist in Griechenland ...
Grössere Touristenzentren waren bisher nicht von den Stromausfällen betroffen.(Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3450
    Follow the money Man muss sich mal überlegen wer diese Terroristen zu Beginn für ... heute 03:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Die... Regierung in Kiew ist bankrott und könnte ohne die Unterstützung der EU ... gestern 16:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Die... Palästinenser haben nach wie vor keine Druckmittel gegen Israel. Je ... gestern 13:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Auch... durch die Türkei geht ein Riss. Wie in anderen Staaten des Nahen Ostens ... gestern 10:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Es... muss Ziel der gesamten Menschheit sein, diese grosse ideologische ... gestern 10:04
  • keinschaf aus Wladiwostok 2565
    Häuserkampf in Grossstadt Im Prinzip müssten es die Ukrainer besser wissen. Und auch die ... gestern 00:10
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Ein... einziger Telefonanruf der Hamas in Tel Aviv würde reichen, das ganze zu ... Di, 19.08.14 16:45
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2374
    Die... treibende Kraft für Kriege sind Waffen. Wer diese und in welchem ... Di, 19.08.14 13:37
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 10°C 13°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 7°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 12°C 15°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 10°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 14°C 19°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 18°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten