Trojaner-Vorfälle nehmen zu
publiziert: Dienstag, 29. Jun 2004 / 07:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jun 2004 / 10:32 Uhr

Der britische Entwickler von Anti-Viren-Software Sophos warnt vor einer neuen Welle von Trojanern: Die Computerschädlinge aktivieren auf infizierten Rechnern die Modem-Verbindung und wählen den PC in teure Telefonnummern ein.

Die Trojaner nisten sich im Computer ein und wählen automatisch teure Verbindungen.
Die Trojaner nisten sich im Computer ein und wählen automatisch teure Verbindungen.
Nach Auskunft der britischen Kontrollstelle für die Telekommunikationsbranche ICSTIS steigt in England die Zahl der Beschwerden von Usern, die horrende Telefonrechnungen erhalten haben. Die registrierten Trojaner-Vorfälle können auch in anderen Ländern auftreten.

"Einige Trojanische Pferde nisten sich heimlich im PC ein und können die Einstellung verändern, mit der sich der Rechner ins Internet einwählt. Sobald der Anwender versucht, eine Internetverbindung herzustellen, wird eine Telefonnummer mit Premium-Raten angewählt, statt des herkömmlichen Zugangs-Codes des Internetproviders", erklärt Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos.

"Häufig sind diese Dialer so installiert, dass sie sofort Zugang auf pornografische Websites erzwingen. Doch es kann auch weniger offensichtlich sein, wie ein Trojaner die Computereinstellungen verändert hat."

Sophos rät deshalb allen Nutzern von Einwahl-Internetverbindungen, ihren Virenschutz zu aktualisieren, um gegen die jüngsten Computerschadprogramme gewappnet zu sein. Anwender sollten trotzdem ständig auf der Hut sein, welche Software sie über das Internet auf ihren Rechner laden, denn ständig kursieren neue Schadprogramme im Internet. Vorsicht sei besonders geboten, sobald der Download automatisch beim Aufruf einer Website erfolgt, der Download ohne die Eingabe OK startet oder der Dialer keinen oder einen defekten Button zum Abbrechen des Downloads besitzt. Diejenigen, die über Breitbandanschlüsse verfügen, sind davon normalerweise nicht betroffen: Der DSL-Router, der vor ihren Computer geschaltet ist, verhindert direkte Zugriffe von aussen.

US-Cert warnt vor weiterer Trojaner-Gefahr

Eine weitere Trojaner-Warnung gab das United States Computer Emergency Readiness Team (US-Cert) heraus: Demnach werden über gehackte Webserver, die mit der Internet-Information-Services-Software von Microsoft betrieben werden, schädliche Programmcodes in fremde Rechner eingeschleust. Die User können sich den Trojaner beim Abruf von Seiten mit dem Internet Explorer und mit aktiviertem Active-Scripting einfangen, wenn sie sich nicht die neuesten Sicherheitspatches heruntergeladen haben.

Vermutungen des US-Cert zufolge drangen die Hacker über eine noch nicht bekannte Sicherheitslücke in die Webserver ein und hängten bestimmten JavaScvript-Code an das Ende von Webseiten. Dieser Code lade Programmcode von einem fremden Server auf befallene Systeme.

Auch wenn die Bedrohung bisher noch relativ gering ist, so kann man jedoch davon ausgehen, dass der schädliche Code sich weiter verbreiten wird. Die Trojaner können Passwörter und Konto-Daten ausfindig machen. Ausserdem besteht die Gefahr, dass das Programm eine Hintertür öffnet, über die der Urheber des Trojaners auf das befallene System zugreifen und es beispielsweise für den Versand von Massen-E-Mails nutzen kann. Urheber der Attacken ist nach Meinung von Experten eine gut organisierte russische Hacker-Gruppe.

Das US-Cert empfiehlt Administratoren von Internet Information Servern, die eigenen Webseiten auf verdächtigen JavaScript-Code zu untersuchen. Der jüngste Trojaner-Fall zeige laut US-Cert wieder einmal, dass Internetnutzer Vorsicht walten lassen müssen, wenn sie in ihrem Browser JavaSCript aktiviert haben. Selbst bekannte Websites könnten inzwischen mit dem schädlichen Programmcode versehen sein. JavaScript sollte nur aktiviert werden, wenn es unbedingt nötig ist.

(Björn Brodersen/teltarif.ch)

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