Welthunger-Index
Trotz Fortschritts 795 Millionen Menschen unterernährt
publiziert: Montag, 12. Okt 2015 / 16:54 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Okt 2015 / 17:10 Uhr
Die von Hunger am stärksten betroffenen Gebiete liegen in Afrika südlich der Sahara.
Die von Hunger am stärksten betroffenen Gebiete liegen in Afrika südlich der Sahara.

Berlin - Trotz Fortschritten bei der Bekämpfung von Hunger weltweit ist die Zahl der hungernden Menschen nach Angaben von Hilfsorganisationen weiterhin unerträglich hoch. Die Zahl der hungernden Menschen liegt heute bei 795 Millionen.

4 Meldungen im Zusammenhang
600'000 Menschen starben seit dem Jahr 2000 bei Hungersnöten, hiess es in dem am Montag veröffentlichten Welthunger-Index 2015. Jedes vierte Kind sei von Wachstumsverzögerungen betroffen, neun Prozent aller Kinder litten unter Auszehrung.

Für ihre Untersuchung werteten das Forschungsinstitut Ifpri, die Hilfsorganisation Concern Worldwide und die Welthungerhilfe Daten aus 117 Ländern aus.

Dem Index zufolge gibt es in acht Ländern immer noch «sehr ernste» Hungerwerte. Die Mehrzahl liege in Afrika südlich der Sahara. Aber auch Südasien ist betroffen.

Das grösste Hungerproblem wurde für die Zentralafrikanische Republik, für den Tschad und Sambia ermittelt. Wegen Mangels an aktuellen Daten zur Unterernährung fehlen Länder wie Eritrea, Burundi oder der Sudan auf der Liste, die 2014 sehr hohe Hunger-Werte hatten.

Die Organisationen hoben hervor, dass es seit dem Ende des 20. Jahrhunderts keine katastrophalen Hungersnöte mehr gegeben habe. Erfolge bei der Bekämpfung von Hunger würden jedoch «verpuffen», wenn bewaffnete Konflikte nicht dauerhaft eingedämmt würden. Die Herausforderungen etwa im Jemen oder in Syrien seien erheblich. 172 Millionen Menschen sind von solchen Konflikten betroffen.

Fortschritte

Im Vergleich zum vergangenen Jahrhundert, als in manchem Jahrzehnt noch 15 Millionen Menschen bei Hungersnöten starben, haben sich die Ernährungsprobleme aber weltweit deutlich verringert. Gemäss Welthunger-Index sank der Anteil der Unterernährten an der Weltbevölkerung seit dem Jahr 2000 von 18,5 auf 13,1 Prozent.

Die auf Hunger zurückzuführenden Wachstumsverzögerungen bei Kindern gingen seit dem Jahr 2000 von 37,5 auf 28,2 Prozent zurück. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sank von 8,2 auf 4,9 Prozent.

Fortschritte verzeichnete der Welthunger-Index in zahlreichen Ländern vor allem in Lateinamerika, Asien und in Ländern der früheren Sowjetunion. So hatten etwa Brasilien, Peru und Venezuela sowie die Mongolei den grössten prozentualen Rückgang ihrer Hungerwerte im Vergleich zum Jahr 2000 zu verzeichnen.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mexiko-Stadt - Obwohl Lateinamerika und die Karibik die grössten ... mehr lesen
In Lateinamerika leiden noch immer 34 Millionen Menschen Hunger.
Viele afrikanische Kinder sind unterernährt.
Johannesburg - Im Osten und im ... mehr lesen
New York - Die Staatengemeinschaft ... mehr lesen
Grund für die positive Entwicklung sei unter anderem der Wirtschaftswachstum und eine produktivere Landwirtschaft.
Rom - Die Zahl der hungernden Menschen in der Welt ist nach einem UNO-Bericht weiter gesunken. Dennoch haben immer noch etwa 795 Millionen Menschen - das ist ungefähr jede neunte ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schritt für Schritt die besten Angebote erhalten.
Schritt für Schritt die besten Angebote ...
Publinews Heutzutage ist es nicht sonderlich leicht, die Reinigung vom Fach machen zu lassen. Hinzu kommt, dass man gerade mit einer eigenen Firma oder aber auch einem einfachen Bürokomplex kann man sich an einen Fachmann wenden, der einiges zu bieten hat. mehr lesen  
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung ... mehr lesen  
Einschulung.
Trends für 2019  Geht es um Trends der digitalen Devisen für 2019, rangiert der Bitcoin ganz vorn. Auch Ethereum, Bitcoin Cash und Ripple stehen hoch im Kurs. mehr lesen  
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 0°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Basel 0°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -1°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 0°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Luzern 1°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebelfelder
Genf 2°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 7°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten